2008.06.11 Neuss : Baskets Bonn gleichen gegen Berlin aus

Dank einer starken Leistung haben die Telekom Baskets Bonn einen 81:71 (45:37)-Sieg in den Play-off-Finals gegen Alba Berlin gefeiert und in der "best-of-five"-Serie ausgeglichen.

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Die Baskets Bonn glichen gegen Alba aus

Die Telekom Baskets Bonn haben sich ins Titelrennen der Bundesliga zurückgekämpft. Das Team von Michael Koch besiegte Meisterschaftsfavorit Alba Berlin zuhause mit 81:71 (45:37) und glich in der "best-of-five"-Serie zum 1:1 aus. Bonn blieb damit in den laufenden Play-offs im mit 6000 Zuschauern ausverkauften neuen Dome ohne Heimniederlage. Das dritte von fünf möglichen Finals findet am Sonntag (15.00 Uhr) in Berlin statt.

Der überragende Ronald Burrell führte Bonn mit 21 Punkten zum ersehnten Sieg und machte dem siebenmaligen Champion aus Berlin, der alle drei bisherigen Finalvergleiche beider Teams (1997, 1999, 2001) gewonnen hat, vorerst einen Strich durch die Meisterschaftsträume. Den Albatrossen, die zuletzt 2003 die BBL-Trophäe gewonnen hatten, halfen auch die 21 Punkte von Bobby Brown nicht zum womöglich vorentscheidenden Sieg und kassierte zudem die erste Auswärtsniederlage in den laufen Play-offs.

Das ohne die am Knie verletzten Leistungsträger Jason Conley und John Bowler angetretene Bonn begann unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Fans in dem 17-Millionen-Neubau äußerst druckvoll und ging schnell mit sechs Punkten in Führung. Berlin kämpfte sich wieder heran, ließ die Gastgeber dann aber Mitte des ersten Viertels erneut davonziehen.

Pfeifkonzert gegen McElroy

Die Albatrosse hatten vor allem mit der Zonenverteidigung der Bonner große Probleme und kamen nicht wie gewünscht zum Abschluss. Zudem zeigte sich Guard Immanuel McElroy zunächst sichtlich von der Atmosphäre beeindruckt. Bei jedem Ballkontakt ertönte ein gellendes Pfeifkonzert, weil der US-Amerikaner dem Bonner Artur Kolodziejski im ersten Finale von den Schiedsrichtern ungeahndet einen Faustschlag auf die Schulter verpasst hatte.

Während Bonn weiter konsequent punktete, leistete sich Alba einige unnötige Ballverluste. Zudem kam Nationalcenter Patrick Femerling kaum zum Zug und lediglich der glänzend aufgelegte Brown sorgte dafür, dass Berlin zu Halbzeit nur mit acht Punkten im Hintertreffen war.

Angepeitscht von den lautstarken "Baskets, Baskets"-Rufen der Fans hielten die Gastgeber die hoch gehandelten Berliner auch nach dem Wechsel zunächst auf Distanz. Unbeeindruckt vom Anrennen der Gäste bauten sie ihren Vorsprung weiter aus und ließen unter dem eigenen Korb kaum etwas anbrennen.