2008.06.17 Neuss : Alba Berlin wird zum achten Mal Meister

Im vierten Play-off-Spiel hat Alba Berlin den insgesamt achten deutschen Basketball-Meistertitel perfekt gemacht. Alba entschied die "best of five-Serie" gegen Bonn 3:1 für sich.

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Bonn strauchelt, Alba Berlin ist Meister

Die fünfjährige Leidenszeit von Alba Berlin hat ein Ende: Der Hauptrundensieger hat sich zum achten Mal die deutsche Basketball-Krone aufgesetzt und Trainer Luka Pavicevic den ersehnten Meistertitel zum 40. Geburtstag geschenkt. Im vierten Spiel des Play-off-Finales bei den Telekom Baskets Bonn gewann Berlin mit 88:79 (71:71, 33:40) nach Verlängerung und entschied die Serie "best of five" mit 3:1 für sich. Damit ist Alba auch für die Euroleague qualifiziert. Bonn kassierte die erste Heimniederlage der Play-offs und muss sich zum vierten Mal im Finale den "Albatrossen" geschlagen geben.

Die Baskets zeigten sich gut erholt von der 69:99-Pleite nur zwei Tagen zuvor und starteten entschlossen in die Partie vor 6000 lautstarken Zuschauern im neuen Bonner Dome, darunter auch gut 200 Berliner. Vor allem im zweiten Viertel gelang der Mannschaft von Trainer Michael Koch mehr als den Gästen - angeführt vom starken Winsome Frazier arbeiteten sich die Gastgeber einen 34:21-Vorsprung heraus.

Hektische zweite Halbzeit

Die Berliner hatten gegen die aggressive Bonner Deckung, die auch Hauptrunden-MVP Julius Jenkins zunächst an der Entfaltung hemmte, Probleme und kamen unter dem Korb kaum zu Zug. Laute Pfiffe bei jeder Aktion musste sich Berlins Immanuel McElroy gefallen lassen, der in Spiel eins Artur Kolodziejski einen Fautschlag verpasst hatte. In einer hektischen zweiten Halbzeit blieben die "Albatrosse" stets in Schlagdistanz, machten sich mit einigen technischen Fehlern und Ballverlusten jedoch selbst das Leben schwer.

Als im Schlussviertel das Spiel auf des Messers Schneide stand, übernahm Jenkins erwartungsgemäß die Verantwortung und brachte Alba mit dem Dreier zum 58:57 erstmals seit den Anfangsminuten in Front. Doch anders als im dritten Spiel am Sonntag in Berlin hielt Bonn bis zum Schluss dagegen. Jeremiah Davis rettete die Hausherren mit zwei verwandelten Freiwürfen in die fünfminütige Verlängerung - im Gegenzug fiel ein Dreier-Versuch von Jenkins kurz vor der Sirene nur auf den Ring.

Letztlich ausschlaggebend war eine etwas ruhigere Hand von der Freiwurflinie sowie Bobby Brown und MVP Jenkins, die Berlin mit je 24 und 30 Punkten zum Sieg führten. Bester Werfer für Bonn war Frazier mit 20 Punkten.