2008.06.17 Neuss : Löw setzt gegen Portugal auf Schweinsteiger

Joachim Löw hat auf der offiziellen Pressekonferenz angedeutet, dass Bastian Schweinsteiger gegen Portugal in der Startformation stehen wird. Lukas Podolskis Einsatz ist fraglich.

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Bastian Schweinstieger neben Joachim Löw auf der Tribüne

Bundestrainer Joachim Löw setzt im EM-Viertelfinale gegen Portugal auf Bastian Schweinsteiger. Nach seiner Rotsperre hat der Bundestrainer den Mittelfeldspieler von Bayern München besonders in die Pflicht genommen. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler von Bayern München habe "eine Bringschuld uns allen gegenüber", sagte Löw am Dienstag.

Schweinsteiger wird am Donnerstag (20.45 Uhr/live in der ARD) in Basel gegen die Portugiesen erstmals bei dieser Europameisterschaft in der Startformation der DFB-Auswahl stehen. "Ich gehe davon aus, dass er in die Mannschaft zurückkehrt. Er war sehr enttäuscht und frustriert, dass er zwei Spiele zunächst auf der Bank saß. Er wird vor Motivation und Energie strotzen und unserem Spiel gut tun", betonte Löw. Schweinsteiger war beim 1:0 gegen Österreich gesperrt gewesen, nachdem er gegen Kroatien (1:2) wegen einer Unsportlichkeit des Feldes verwiesen worden war.

Ernsthafte Sorgen macht sich der Bundestrainer um den dreifachen Torschützen Lukas Podolski. Der Münchner Angreifer klagte nach dem Duell gegen Österreich über Waden-Probleme und konnte deshalb auch am Dienstag nicht am Training teilnehmen. Sein Einsatz ist derzeit fraglich. "Es könnte bis Donnerstag möglicherweise eng werden. Wir werden aber alles tun, dass er spielen kann", meinte Löw.

Bei der Trainingseinheit am Dienstagnachmittag musste auch Ersatztorwart Rene Adler wegen Problemen mit der Nackenmuskulatur passen. Dagegen konnte Marcell Jansen, der wegen einer Schulterprellung gegen Österreich nicht zur Verfügung stand, das komplette Programm der Reservisten mitmachen.

An der Einheit, die erstmals seit Beginn der EM im DFB-Quartier im schweizerischen Ascona komplett von den Medien verfolgt werden durfte und der auch 100 Schulkinder beiwohnten, nahmen insgesamt elf Spieler teil. Neben Torwart Robert Enke waren dies noch die zehn Profis, die gegen Österreich gar nicht oder nur als Einwechselspieler zum Einsatz gekommen waren. Die Spieler, die in Wien zur Startformation zählten, betrieben im Hotel Regeneration.