2008.06.17 Neuss : UEFA entscheidet Mittwoch über Löw-Sperre

Die UEFA wird erst am Mittwoch eine Entscheidung über eine mögliche Sperre von Bundestrainer Joachim Löw im Viertelfinale am Donnerstag gegen Portugal fällen.

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Joachim Löw (u.r.) wurde gegen Österreich auf die Tribüne verbannt

Bundestrainer Joachim Löw ist für das EM-Viertelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstag (20.45 Uhr/live in der ARD) in Basel gegen Portugal vorläufig gesperrt. Allerdings fällt die Kontroll- und Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) erst am Mittwoch eine endgültige Entscheidung über Löw und Österreichs Teamchef Josef Hickersberger. Dies kündigte UEFA-Mediendirektor William Gaillard am Dienstag an.

In Paragraf 9, Absatz 1 des UEFA-Reglements heißt es, dass ein Spieler oder ein Offizieller automatisch für mindestens ein Spiel gesperrt wird, wenn er des Feldes oder aus dem "technischen Bereich" verwiesen wird. Das letzte Wort hat allerdings die Kontroll- und Disziplinarkommission. Das UEFA-Gremium befindet am Mittwoch über den Fall Löw/Hickersberger. Theoretisch kann die Sperre wieder aufgehoben oder eine längere Sperre verhängt werden.

Im Falle einer Bestätigung der Sperre dürfe Löw keinen Kontakt zur Mannschaft und den Spielern nach der Ankunft im Stadion halten oder aufnehmen, so Gaillard. Da Gastgeber Österreich durch das 0:1 gegen Deutschland am Montag in Wien das Viertelfinale verpasst hatte, würde eine mögliche Sperre bei Hickersberger während der EURO 2008 nicht mehr greifen. Er müsste im nächsten Pflichtspiel die Sperre verbüßen.

Im letzten Vorrundenspiel am Montagabend waren Löw und Hickersberger vom spanischen Schiedsrichter Manuel Enrique Mejuto Gonzalez (Spanien) in der 41. Minute jeweils auf die Tribüne verbannt worden. Die beiden Trainer hatten sich zuvor mit dem Vierten Offiziellen angelegt. Löw hatte lautstark moniert, dass der Vierte Offizielle ihn und Hickersberger in der Arbeit in der Coaching-Zone behindere.