2008.06.17 Neuss : Wei Jizhong wird Chef des Volleyball-Weltverbandes

Umstrittener Mexikaner Acosta tritt nach 24 Jahren an der Spitze des Volleyball-Weltverbandes zurück. Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Wei Jizhong aus China.

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Neuer Chef der Volleyballer kommt aus China

Nach 24 Jahren an der Spitze des Volleyball-Weltverbandes FIVB ist Ruben Acosta erwartungsgemäß zurückgetreten. Der Mexikaner legte sein bis 2010 geltendes Mandat wie im Mai angekündigt beim FIVB-Kongress in Dubai vorzeitig nieder. Gemäß der FIVB-Statuten, wird damit der bisherige Vizepräsident Wei Jizhong (China) die Geschicke des Verbandes leiten. Nach der Umstellung der Wahlperioden auf den Olympiazyklus findet die nächste Wahl 2012 statt.

Der 74-jährige Acosta gilt als eine der umstrittensten Personen des Weltsports. Dem seit Olympia 1984 in Los Angeles amtierenden Präsidenten waren in mehreren Prozessen Unterschlagung und Steuerhinterziehung vorgeworfen worden. Für einige Sponsorenverträge hatte der FIVB-Chef seiner Meinung nach ganz legal Provision kassiert.

Die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees ermittelte gegen ihn, einer Entscheidung kam der Mexikaner mit seinem Rücktritt aus dem IOC aus Altersgründen im Jahre 2004 jedoch zuvor. Er übergibt einen der mitgliedsstärksten Sportverbände der Welt mit über 200 Föderationen und einem Vermögen, das im Jahr 2006 stolze 361 Millionen Schweizer Franken betrug.