2008.06.18 Neuss : Volleyball-Weltverband FIVB ändert Regeln

Der Volleyball-Weltverband hat in Dubai gravierende Regeländerungen beschlossen. Kern der Neuerungen sind eine neue Ausländerregel und eine Begrenzung der Spielerzahl pro Team.

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Volleyball-Weltverband FIVB ändert seine Statuten

Bei einem Kongress des Volleyball-Weltverbandes FIVB in Dubai wurden gravierende Regeländerungen beschlossen. Volleyball-Mannschaften bestehen künftig aus 14 statt bisher zwölf Spielern und können einen zusätzlichen zweiten Libero benennen. Zudem wird die umstrittene Ausländer-Quotierung für die nationalen Ligen eingeführt.

Ab dem 1. Januar 2009 dürfen Volleyball-Teams jeweils 14 Spieler einsetzen, wobei weiterhin wie bisher nur sechs zeitgleich auf dem Parkett in das Spielgeschehen eingreifen. Zudem ist es verboten, die künftig erlaubten zwei Liberos gleichzeitig spielen zu lassen. Den nationalen Verbänden wurde es freigestellt, die neuen Teamregeln bereits im laufenden Jahr durchzusetzen, frühestens aber nach den Olympischen Spielen in Peking.

Ab 2010 nur noch zwei ausländische Spieler auf dem Feld

Nach einer Übergangsfrist soll ab der Saison 2010/2011 auch die vom FIVB-Exekutivkomitee angeregte Regel durchgesetzt werden, wonach Vereinsmannschaften zwar beliebig viele Ausländer verpflichten dürfen, aber nur noch zwei ausländische Spieler gleichzeitig einsetzen können. Nach heftigen Protesten auch aus Deutschland wurde den nationalen Verbänden das Recht eingeräumt, einen dritten zusätzlichen Ausländer zuzulassen.

Finales Ausscheidungsturnier geplant

Zudem soll es im Vorfeld der Olympischen Spiele 2012 im Beachvolleyball erstmals ein finales Olympia-Ausscheidungsturnier geben. Dort werden unter allen Nationen, die über die Weltserie noch keinen Startplatz erkämpfen konnten, jeweils drei Olympia-Tickets für Männer- und Frauen-Teams ausgespielt.