2008.07.01 Neuss : Bayern und HSV eröffnen die neue Saison

Am ersten Spieltag der Bundesliga-Saison kommt es zum Klassiker zwischen Meister Bayern München und dem Hamburger SV. Bayer Leverkusen trifft auf Pokalfinalist Borussia Dortmund.

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Bayen München und der Hamburger SV sehen sich am ersten Spieltag

Der deutsche Meister Bayern München wird die 46. Saison der Bundesliga mit dem Nord-Süd-Gipfel gegen den Hamburger SV eröffnen. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) zwei Tage nach der EM und 45 Tage vor dem Ligastart am 15. August (20.30 Uhr/live in der ARD und bei Premiere) bekannt. Auf Bayerns neuen Trainer Jürgen Klinsmann wartet damit gleich zu Beginn ebenso eine echte Bewährungsprobe wie auf den neuen HSV-Coach Martin Jol.

"Wir freuen uns, dass es gleich richtig in die Vollen geht", erklärte Klinsmann. Während sich der ehemalige Bundestrainer auf sein Bundesligadebüt als Coach freut, reagierte auch Bayern-Manager Uli Hoeneß gelassen: "Mit ist es ziemlich wurscht, gegen wen wir zu Beginn spielen. Wir werden auf jeden Fall gut vorbereitet sein."

Gladbach startet vor heimischem Publikum

Für die Bayern hat es das Auftaktprogramm ohnehin in sich. Am zweiten Spieltag kommt es zur Neuauflage des DFB-Pokalfinals zwischen Borussia Dortmund und Cup-Gewinner München. Am fünf Spieltag empfängt das Starensemble von der Isar Vize-Meister Werder Bremen.

In Hamburg sieht man dem Klassiker ebenfalls mit Vorfreude entgegen. "Wir wollen diese Saison gut abschneiden, dann muss man sich auch in solchen Spielen gut präsentieren. Das ist sicher ein großes Spiel zum Auftakt - und Fußballer leben für große Spiele", meinte Jol. Und HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer richtete gleich eine Kampfansage Richtung München: "Wir haben in München zuletzt immer gut ausgesehen. Gerade gegen die Bayern wollen wir gut in die Saison starten."

Von den Aufsteigern hat zu Beginn nur Borussia Mönchengladbach Heimrecht - gegen den VfB Stuttgart. Der 1. FC Köln gastiert nach zwei Jahren Abstinenz beim VfL Wolfsburg. 1899 Hoffenheim gibt sein Debüt bei Energie Cottbus.

Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, erwartet einen weiteren Boom der Liga und geht von dem achten Zuschauerrekord in Folge aus. "Mit Gladbach und Köln haben wir zwei Aufsteiger mit großen Stadien, auch das wird den Besucherschnitt weiter nach oben treiben", sagte Hieronymus.

Ersatzspieltermine sollen Entlastung bringen

Eine Neuerung gibt es: Um den Klubs eine Belastung von Spielen am Donnerstag im UEFA-Pokal und anschließend am Samstag in der Liga zu ersparen, hat die DFL sogenannte Ersatzspieltermine eingerichtet. "Wenn notwendig, werden wir eine Partie aus dem Spieltag rausziehen und an diesen Terminen ansetzen", erklärte Hieronymus.

Erstmals wieder seit 1991 wird es zudem am Ende der Saison Relegationsspiele zwischen dem Drittletzten der ersten Liga und dem Dritten der zweiten Liga geben. Die selbe Regelung gilt für die zweite und die neue eingleisige dritte Liga. Die jeweiligen Hin- und Rückspiele finden Ende Mai und Anfang Juni rund um das Pokalfinale am 30. Mai in Berlin statt.

Die 2. Bundesliga startet ebenfalls mit attraktiven Partien in die neue Saison. Im Rheinland-Pfalz-Derby in Rheinland-Pfalz trifft der FSV Mainz 05 zum Auftakt auf den 1. FC Kaiserslautern. Absteiger 1. FC Nürnberg empfängt den FC Augsburg, die beiden anderen Absteiger MSV Duisburg und Hansa Rostock treffen direkt aufeinander.

Der 1. Spieltag der Bundesliga und der 2. Bundesliga:

Bundesliga

1. Spieltag (15. bis 17. August)

Bayern München - Hamburger SV (Freitag, 20.30 Uhr), Schalke 04 - Hannover 96, VfL Wolfsburg - 1. FC Köln, Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt - Hertha BSC Berlin, Karlsruher SC - VfL Bochum, Energie Cottbus - 1899 Hoffenheim, Arminia Bielefeld - Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart

2. Bundesliga

1. Spieltag (15. bis 18. August)

1. FC Nürnberg - FC Augsburg, MSV Duisburg - Hansa Rostock, FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern, SC Freiburg - 1860 München, Alemannia Aachen - SV Wehen Wiesbaden, FC St. Pauli - VfL Osnabrück, TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen, Rot-Weiß Ahlen - FSV Frankfurt, FC Ingolstadt 04 - SpVgg Greuther Fürth