2008.07.03 Neuss : El-Masri in Peking erstmals für Deutschland

Rafed El-Masri darf bei Olympia in Peking zum ersten Mal international für Deutschland schwimmen. Der Weltverband FINA erteilte dem Deutsch-Syrer die Starterlaubnis für den DSV.

hsc
Deutsch-Syrer Rafed El-Masri darf für Deutschland nach Peking

Für den Deutsch-Syrer Rafed El-Masri von der SG Neukölln ist der Weg zu den olympischen Schwimmwettkämpfen in Peking frei. Der Weltverband FINA hat dem deutschen Rekordhalter über 50m Freistil die Starterlaubnis für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) erteilt. Als Folge dieser Entscheidung wird der DSV den viermaligen deutschen Meister bei der letzten Nominierungsrunde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 15. Juli vorschlagen.

Der 25 Jahre alte El-Masri, als Sohn syrischer Einwanderer in Clausthal-Zellerfeld geboren, hatte vor vier Jahren noch für das Heimatland seiner Eltern an den Olympischen Spielen in Athen teilgenommen. Auch bei den Weltmeisterschaften 2005 und 2007 startete El-Masri für Syrien.

Neben El-Masri wird der DSV Lars Conrad (Wasserfreunde 98 Hannover), der bei der zweiten Nominierungsrunde des DOSB am 23. Juni nicht berücksichtigt wurde, noch einmal vorschlagen. Eine Nominierung ist auch für die deutsche Meisterin Nina Schiffer (SSF Bonn) noch möglich, wenn sie bei der Junioren-WM in Mexiko (8. bis 13. Juli) die erforderliche Norm des DSV über 200m Schmetterling oder 400m Lagen erfüllen sollte. Derzeit stehen 26 Schwimmer in der deutschen Olympia-Mannschaft.