2008.07.13 Neuss : BMW will in Estoril an letzte Erfolge anknüpfen

Beim Tourenwagenrennen in Estoril will das BMW-Team um Weltmeister Andy Priaulx und den Deutschen Jörg Müller "voll angreifen" und den Rückstand auf die Seat-Konkurrenz verringern.

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Andy Priaulx im BMW (v.) will in Estoril Punkte einfahren

BMW will die erfolgreiche Aufholjagd in der Tourenwagen-WM bei den beiden Läufen heute (17.00 Uhr/live bei Eurosport) in Estoril/Portugal fortsetzen und den großen Rückstand in der Fahrer- und Herstellerwertung weiter verringern. Die Münchner die zuletzt im tschechischen Brünn ihre beste Punkteausbeute in dieser Saison verbuchen konnten, stehen deshalb erneut unter Zugzwang.

Der dreimalige Weltmeister und Titelverteidiger Andy Priaulx (Großbritannien) hat als bester BMW-Pilot (34 Punkte) auf Gesamtrang vier bereits 24 Zähler Rückstand auf Tabellenführer Gabriele Tarquini (Italien/Seat). Seine Teamkollegen Yvan Muller (Frankreich/43) und Rickard Rydell (Schweden/37) können ebenfalls nur auf einen Ausrutscher des früheren Formel-1-Piloten hoffen.

Priaulx: "Will wieder voll angreifen"

Darauf will sich Priaulx erst gar nicht verlassen. "Ich werde ganz bestimmt nicht aufgeben und in Portugal wieder voll angreifen", sagt der Brite, der vom britischen Königshaus eine hohe Auszeichnung erhält. Priaulx wird für seine Verdienste und Erfolge im Motorsport von der Queen mit dem Titel "Member of the British Empire" geehrt.

Für den ehemaligen Vize-Weltmeister Jörg Müller aus Hückelhoven schlägt auf der 4,140km langen Strecke an der Atlantikküste, 25km westlich der Hauptstadt Lissabon, die Stunde der Wahrheit. Der 38 Jahre alte Rheinländer liegt im Schnitzer-BMW 320si auf Platz acht der Tabelle (26 Zähler) bereits 32 Punkte hinter Tarquini und muss unbedingt vor dem Italiener ins Ziel kommen, sonst ist der erhoffte Titel bereits bei Saisonhalbzeit in weite Ferne gerückt.

Auch Müller will noch einmal durchstarten

Wichtig sei für ihn vor allem, endlich einmal im Qualifying weit vorn zu stehen, denn die Performance im Rennen stimme. Das habe sich zuletzt auch in Brünn gezeigt, meint Müller und verbreitet Optimismus: "Ich mag die Strecke in Estoril und konnte dort 2002 einen EM-Sieg verbuchen. Mit meinem relativ leichten Auto will ich weiter Boden gut machen."

Das muss auch sein Arbeitgeber BMW in der Herstellerwertung, in der die Weiß-Blauen immer noch 21 Punkte hinter Seat liegen (117:138).