2008.07.15 Neuss : Operation Gold: Lingor geht definitiv mit an Board

Renate Lingor hat sich von ihrer Schulterverletzung erholt und wird die Nationalmannschaft nach Peking begleiten. Ihr Comeback wird die 32-Jährige im Testspiel gegen England geben.

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Renate Lingor

Mittelfeldspielerin Renate Lingor kehrt rechtzeitig zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen zurück und kann ihre Kollegeinnen bei ihrer Operation Olympia-Gold in Peking (6. bis 21. August) unterstützen. Die 32-Jährige hat ihre Schulterverletzung auskuriert und wird dem 18-köpfigen Olympia-Kader von Bundestrainerin Silvia Neid angehören, der am 30. Juni nach China fliegen wird. Das gab Neid am Dienstag in Oberhaching bekannt, wo die Nationalmannschaft sich derzeit auf die Sommerspiele vorbereitet.

"Sie ist unheimlich wichtig für uns"

"Es ist keine Frage mehr, ob Renate dabei ist oder nicht. Sie ist total wiederhergestellt, die Schulter macht mit", sagte Neid. Sie sei erleichtert, dass die 141-malige Nationalspielerin in Peking dabei sein kann, ergänzte Neid: "Sie ist unheimlich wichtig für uns und, wenn sie fit ist, eine Waffe im defensiven Mittelfeld."

Die Spielerin des 1. FFC Frankfurt soll beim letzten Heimländerspiel vor der Abreise nach Peking am Donnerstag in Unterhaching gegen England (18.Uhr/live in der ARD) erstmals seit ihrer Verletzung wieder zum Einsatz kommen.

Lingor kämpfte verbissen für ihr Comeback

Lingor selbst meinte, es gehe ihr sehr gut. "Ich habe das Gefühl, dass ich konditionell sogar auf einem sehr guten Stand bin." Sie habe in der Rehabilitation nach ihrer Schulteroperation täglich sechs bis acht Stunden erfolgreich an ihrem Comeback gearbeitet. "Ich bin erleichtert, dass es so gut läuft."

Nach dem Testspiel gegen England bestreitet Weltmeister Deutschland am 23. Juli in Sandefjord gegen Gastgeber Norwegen seine Olympia-Generalprobe. In der ersten Partie bei den Spielen trifft das DFB-Team in der Neuauflage des WM-Endspiels von 2007 am 6. August in Shenyang auf Vize-Weltmeister Brasilien.