2008.07.16 Neuss : HSV und Belgien streiten weiter um Kompany

Der Streit zwischen dem Bundesligisten Hamburger SV und dem belgischen Fußball-Verband um die Olympia-Freigabe für Abwehrspieler Vincent Kompany spitzt sich zu.

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Vincent Kompany

Bundesligist Hamburger SV und der belgische Fußball-Verband streiten weiter um die Olympia-Freigabe für Verteidiger Vincent Kompany. Obwohl der HSV bereits in der vergangenen Woche nach Rücksprache mit dem Profi eine Abstellung des 22-Jährigen ausgeschlossen hatte, wurde Kompany nun doch von seinem Heimatland nominiert.

Während die Hamburger auch weiterhin auf ihrem Standpunkt beharren wollen, kündigten die Belgier an, die FIFA einzuschalten. Vom Fußball-Weltverband sind die Abstellungsregeln nur schwammig formuliert. Zuletzt hieß es von Seiten der FIFA, dass "die Freigabe von Spielern, die jünger als 23 Jahre sind, schon immer Pflicht war. Diese Prinzipien sollen auch für Peking gelten." Allerdings wird das olympische Turnier nicht im offiziellen FIFA-Kalender geführt.

Präzedenzfall könnte geschaffen werden

Sollten die Belgier dennoch Recht bekommen, könnte ein Präzedenzfall geschaffen werden. In der Bundesliga hatten zuletzt 1899 Hoffenheim und Schalke 04 ihren Spielern Chinedu Obasi (Nigeria) und Rafinha (Brasilien) die Freigabe verweigert. Beide Spieler sind 22 Jahre alt. Werder Bremens Brasilianer Diego, der ebenfalls nicht abgestellt werden soll, hat seinen 23. Geburtstag hingegen bereits hinter sich.