2008.07.18 Neuss : Dierolf beendet Karriere wegen Herzfehler

Wasserballer Steffen Dierolf hat kurz vor Olympia seine Karriere beendet. Wegen eines Herzfehlers wäre das gesundheitliche Risiko für den 32-Jährigen in Peking zu groß.

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Wegen eines Herzfehlers muss Wasserballer Steffen Dierolf drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele (8. bis 24. August) seine Karriere abrupt beenden. Der 32-Jährige, der seit 1997 mehr als 300 Länderspiele bestritten hat und eine feste Größte in der Peking-Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm war, traf die Entscheidung nach einem Gespräch mit dem deutschen Olympia-Chefarzt Prof. Wilfried Kindermann am Freitag.

Dem Mediziner war das gesundheitliche Risiko für Dierolf in China zu groß. Bei dem 32-Jährigen vom SSV Esslingen war vor acht Jahren ein angeborener Herzfehler diagnostiziert worden. Er muss sich in Kürze einer Herz-Operation unterziehen. In der vergangenen Woche hatte er mit der deutschen Auswahl noch bei der EM in Malaga den sechsten Rang belegt.

Stamm: "Das ist eine menschliche Tragödie"

"Die gesamte Mannschaft und ich sind schockiert. Die Nachricht hat uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen. Das ist eine menschliche Tragödie", sagte Stamm im Trainingslager der Wasserballer in Heidelberg.

Offen war zunächst noch, wer für Dierolf ins Peking-Team rutscht. Alternativen sind Erik Bukowski, Stamms Sohn Marko (beide Spandau) und Timo Purschke (Duisburg). Das Trio macht ohnehin das weitere Vorbereitungsprogramm mit Länderturnieren in Budapest und Singapur mit.