2008.07.20 Neuss : Hoffenheims Stürmer Obasi erhält Olympia-Freigabe

Nach langem Tauziehen hat Bundesligist 1899 Hoffenheim seinem nigerianischen Angreifer Chinedu Obasi die Freigabe für Olympia erteilt. Diese ist jedoch an Auflagen geknüpft.

nka
Obasi darf mit nach China reisen

1899 Hoffenheim hat im Konflikt mit dem nigerianischen Fußball-Verband um die Olympia-Teilnahme von Chinedu Obasi nachgegeben und dem Stürmer die Freigabe für Peking erteilt. "Der Druck auf den Spieler und seine Familie in Nigeria hat in den letzten Tagen ein Ausmaß angenommen, das wir bei verantwortungsbewusstem Umgang mit diesem Thema nicht ignorieren können", sagte Manager Jan Schindelmeiser.

Die Freigabe knüpft der Klub jedoch an strikte Bedingungen. "1899 Hoffenheim wird Chinedu Obasi erst nach Beendigung unseres Trainingslagers in Leogang freistellen. Außerdem erwartet der Klub den Spieler einen Tag nach dem letzten Spiel der nigerianischen Auswahl wieder in Deutschland", hieß es in einer Pressemitteilung.

Obasi zeigt sich erleichtert

Der Forderung des nigerianischen Verbandes, Obasi sofort nach Südkorea reisen zu lassen, wo sich die Olympia-Auswahl zur Zeit in der Vorbereitung befindet, wird Hoffenheim somit nicht nachkommen. Obasi zeigte sich dennoch erleichtert. "Ich finde es großartig, dass mir der Verein die Möglichkeit gibt, an Olympia teilzunehmen und sich die für mich sehr komplizierte Situation damit entspannt", sagte der 22-Jährige.

Obasi war am Montag verspätet zum Training in Hoffenheim erschienen. Er hatte seit Mitte Juli an der Vorbereitung der Nationalmannschaft teilgenommen. Der Verein bezeichnete das Verhalten des Verbandes in dieser Angelegenheit als "dubios". Offenbar hatte der Verband Obasi zunächst nicht abreisen lassen.