2008.07.21 Neuss : Zehn Goldhoffnungen für Russland

Mit zehn Goldhoffnungen reist das russische Leichtathletik-Team nach Peking zu den Olympischen Spielen. Darunter auch die Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa.

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Russland erhofft sich große Erfolge bei Olympia

Rund zehn Goldhoffnungen stehen im 109-köpfigen russischen Leichtathletik-Team für Olympia in Peking. Darunter auch die Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (5,03m). Dies ergaben die nationalen Meisterschaften in Kasan, deren Highlights der 5000m-Europarekord von Lilja Schobuchowa in 14:23,75 Minuten sowie die Jahres-Weltbestmarke durch Jelena Sobolewa in 1:54,85 über 800m und Gulnara Samitow-Galkina in 9:08,21 über 3000m Hindernis waren.

Am Schlusstag gab es eine Leistungsexplosion der Hochspringerinnen. Anna Tschicherowa und Olympiasiegerin Jelena Slessarenko schlossen mit jeweils 2,03m zu Ariane Friedrich (LG Frankfurt) auf, die mit dieser Höhe bisher Weltranglisten-Zweite hinter Kroatiens Weltmeisterin Blanka Vlasic (2,06) war. Über 1500m verbesserte sich Siegerin Tatjana Tomaschowa in 3:59,22 Minuten auf Rang zwei in der Welt hinter Jelena Sobolewa.

Bei den Frauen hat Russland mindestens sechs Goldhoffnungen. Dazu zählen die vier mit Wildcard ausgestatteten Weltmeisterinnen Issinbajewa, Jekaterina Wolkowa (3000m Hindernis), Tatjana Lebedjewa (Weitsprung/startet auch im Dreisprung) und Olga Kaniskina (20km-Gehen). Hinzu kommen auf der Mittelstrecke Sobolewa und 1500m-Meisterin Tatjana Tomaschowa, weitere Geherinnen und Hindernisläuferinnen. Bei den Männern sind die Russen auf beiden Geher-Distanzen (20 und 50km) favorisiert, haben im Stabhochsprung mit 6,01m-Springer Jewegni Lukjanenko einen Triumph und hoffen über 800m auf Athen-Olympiasieger Juri Borsakowski.

Nicht qualifizieren konnte sich die Olympiasiegerin und Ex-Weltrekordlerin Olga Kussenkowa, die im Hammerwurf nur Fünfte wurde. Am 100m-Finale gescheitert war beim Comeback-Versuch mit 39 Jahren die frühere 60m-Hallen-Weltrekordlerin und 400m-Hürden-Olympiasiegerin Irina Priwalowa. Sie will ihre Karriere jedoch fortsetzen.