2008.07.23 Neuss : Rummenigge hat Gomez weiterhin auf der Liste

Trotz aller Absagen auf Seiten des VfB Stuttgart plant Bayern München weiter den Kauf von Mario Gomez. "Er hat eine Klausel im Vertrag", so Karl-Heinz Rummenigge vielsagend.

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Bleibt an Gomez dran: Bayern-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge

Das Werben von Rekordmeister Bayern München um Nationalstürmer Mario Gomez ist laut Karl-Heinz Rummenigge noch lange nicht beendet. Es sei zwar nicht geplant, den 23-Jährigen vom VfB Stuttgart noch in diesem Sommer an die Isar zu holen. "Aber er hat eine Klausel im Vertrag, die uns die Möglichkeit gibt, ihn zu holen - wenn wir ihn wollen. Vielleicht im nächsten Jahr", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayern am Mittwoch vor Journalisten in München.

Rummenigge ließ sich bei dieser Gelegenheit zu Sticheleien in Richtung des VfB hinreißen. Gomez sei kein aktuelles Thema mehr, weil nicht davon auszugehen sei, dass VfB-Aufsichtsratschef Dieter Hundt "nochmal eine kluge Aussage machen wird", sagte er. Hundt hatte während der EM 2008 über Gomez" teilweise schwache Leistungen hergezogen und sich so den Unmut des Angreifers zugezogen.

"Herr Staudt glänzt im Moment nicht unbedingt mit klugen Aussagen"

Außerdem griff Rummenigge eine Aussage von VfB-Präsident Erwin Staudt auf, wonach die Münchner aus der zentralen Fernsehvermarktung der Bundesliga aussteigen könnten. "Herr Staudt glänzt im Moment nicht unbedingt mit klugen Aussagen, weder beim eigenen noch bei anderen Klubs. Wir haben uns zur Zentralvermarktung bekannt und nicht vor auszusteigen, solange wir fair behandelt werden. Und es gibt kein Anzeichen, dass sich das ändert", sagte Rummenigge.

Die Arbeit des neuen Bayern-Trainers Jürgen Klinsmann kommt bei Rummenigge derweil gut an. "Wir finden alle, dass er bisher einen sehr guten Job macht. Er wurde häufig als sturer, strikter Mensch dargestellt, aber die Zusammenarbeit ist absolut perfekt, verläuft reibungslos und sehr harmonisch", sagte Rummenigge.

"Jürgen ist ein Mensch, der polarisiert"

Dass Klinsmann von manchem Fan kritisch gesehen wird, stört Rummenigge nicht. "Jürgen ist ein Mensch, der polarisiert - wie der FC Bayern. Vielleicht passen wir deshalb so gut zusammen. Ich habe den Eindruck, dass es einen extremen Popularitätsschub pro Klinsmann gibt und die Skeptiker mit wehenden Fahnen zu ihm überlaufen."

Die Tatsache, dass die Bayern nach dem geplatzten Transfer von Gomez mit nur drei Angreifern in die Saison gehen werden, macht dem früheren Weltklasse-Stürmer ebenfalls keine Sorgen. "Unserer Meinung nach reichen die. Wir haben drei sehr gute Leute. Ich bin überzeugt, dass alle drei auf ihre Spiele kommen werden", sagte er. Zudem habe der Klub mit dem 17 Jahre alten Nachwuchsstürmer Thomas Müller einen Angreifer, "der zu den Profis kommen kann, wenn Not am Mann ist. Wir trauen ihm zu, dass er hier seinen Weg macht".