2008.07.27 Neuss : BMW muss sich in Brands Hatch steigern

Bei den Sprintrennen in Brands Hatch muss BMW heute mit der Aufholjagd beginnen. Die Münchner waren zuletzt in der Fahrer- und Herstellerwertung der Tourenwagen-WM zurückgefallen.

hsc
Andy Priaulx freut sich auf das Rennen in Brands Hatch

Die heute auf dem britischen Traditionskurs in Brands Hatch beginnende zweite Saisonhälfte der Tourenwagen-WM markiert für BMW einen Scheidepunkt. Die Münchner, die als Titelverteidiger in der Fahrer- und Herstellerwertung zurückgefallen sind, wollen in den beiden Saisonläufen 13 und 14 unbedingt Boden gutmachen.

Der dreimalige Weltmeister Andy Priaulx konnte zuletzt in Estoril seinen Rückstand in der Fahrerwertung auf Tabellenführer Gabriele Tarquini (Italien) zwar um neun Punkte verringern, als Vierter liegt der Brite aber noch 15 Zähler (43:58) hinter dem führenden Seat-Piloten zurück.

Dessen Teamkollegen Yvan Muller (Frankreich/57) und Rickard Rydell (Schweden/48), haben ebenfalls Chancen, die Tabellenführung zu erobern, denn in den beiden Sprintrennen (13.00 und 14.30 Uhr/live bei Eurosport) werden jeweils 10 Punkte für die Gewinner vergeben.

Strecke verlangt Fahrern viel ab

Priaulx freut sich sehr auf das "Heimspiel", denn Brands Hatch sei ein spezieller Ort und würde den Fahrern viel abverlangen. "Mein Sieg 2007 zählt zu den außergewöhnlichsten Momenten in meiner Karriere", meint der BMW-Werksfahrer, der seinen Fans noch eine besondere Attraktion bietet: Im Rahmenprogramm wird der 33-Jährige am Samstag und Sonntag im Formel-1-Rennwagen des BMW-Sauber-Teams um die Strecke rasen.

Andere Sorgen hat Priaulx-Markenkollege Jörg Müller (Hückelhoven). Der 38 Jahre alte Rheinländer liegt auf Gesamtrang neun (28 Punkte) fast aussichtslos zurück und wäre schon zufrieden, dass zweifellos vorhandene Potenzial des Schnitzer-BMW 320si voll auszuschöpfen. Damit würde er auch seinem Arbeitgeber helfen, den Rückstand auf Seat in der Herstellerwertung (135:172) etwas zu verkürzen.