2008.07.28 Neuss : Rogge rechnet mit bis zu "40 positiven Fällen"

Das IOC hat für die Zeit der Olympischen Spiele 4500 Dopingkontrollen angekündigt. IOC-Präsident Jacques Rogge geht von "30 bis 40 positiven Fällen" in Peking aus.

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IOC-Präsident Jaques Rogge

Nach Eröffnung des Athletendorfes am Sonntag in Peking hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) auch bei den Dopingkontrollen das Zepter in die Hand genommen. Insgesamt hat das IOC für den Zeitraum der "olympische Periode" 4500 Kontrollen angekündigt, darunter 700 bis 800 Epo-Urintests und 900 Bluttests. 2004 in Athen wurden 3700 Kontrollen vorgenommen, von denen 27 positiv waren. Angesichts der gesteigerten Zahl an Tests geht IOC-Präsident Jacques Rogge von "30 bis 40 positiven Fällen" in Peking aus. Die "olympische Periode" endet mit der Schlussfeier am 24. August.

Die Durchführung der Kontrollen erfolgt im IOC-Auftrag durch das Organisationskomitee BOCOG oder die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Athleten können auch mehr als einmal pro Tag unangemeldet zum Test gebeten werden. Auch der Besitz unerlaubter Substanzen führt zum Ausschluss von den Spielen.

Bei den 302 Entscheidungen werden grundsätzlich die ersten Fünf sowie zwei ausgeloste Teilnehmer zur Abgabe der Probe aufgefordert. Insgesamt sind 41 Teststationen in Peking (34) und an den sieben Außenschauplätzen (Reiten, Segeln, Fußball) eingerichtet.

Die Analysen werden im IOC-Labor Peking vorgenommen, die Ergebnisse sollen je nach Art der Probe innerhalb von 24 bis 72 Stunden vorliegen. IOC-Vize Thomas Bach spricht von "der am stärksten kontrollierten Multi-Sportveranstaltung der Welt".