2008.07.30 Neuss : Ricco gesteht laut Nachrichtenagentur Epo-Doping

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, hat Radprofi Riccardo Ricco vor dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens gestanden, mit Epo gedopt zu haben.

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Riccardo Ricco soll gestanden haben

Der italienische Radprofi Riccardo Ricco hat vor dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens CONI eingestanden, kurz vor der Tour de France gedopt zu haben. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Ricco war nach der vierten Etappe positiv auf Epo getestet und von der Frankreich-Rundfahrt nach zwei Etappensiegen ausgeschlossen worden.

"Vor der Tour habe ich einen Fehler gemacht und die Substanz eingenommen, die wir alle kennen. Es war ein Fehler, den ich allein begangen habe", sagte der 24-Jährige vom Team Saunier Duval, der von CONI-Chefermittler Ettore Torri in Anwesenheit seiner beiden Rechtsanwälte am Mittwoch vernommen worden war.

Ricco war offenbar ein geheimes Molekül zum Verhängnis geworden. Nach einer Absprache zwischen der Anti-Doping-Weltagentur WADA und dem Schweizer Pharma-Konzern Roche wurde in der dritten Epo-Generation dieses Molekül eingebaut, dass bei Dopingkontrollen entdeckt werden kann. Die Sportler waren offenbar davon ausgegangen, dass das Mittel "Cera" bei den Tests noch nicht nachweisbar ist.

Nachdem Ricco überführt worden war, hatte Saunier Duval die Konsequenzen gezogen und mit sofortiger Wirkung das Radsport-Sponsoring beim spanischen Rennstall eingestellt.