2008.08.08 Neuss : Arschawin will unbedingt weg, darf aber nicht

Andrej Arschawin will unbedingt zu einem europäischen Top-Klub wechseln und würde auch Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Sein Klub Zenit St. Petersburg verweigert aber die Freigabe.

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Würde lieber heute als morgen sein Sachen packen: Andrej Arschawin

Russlands EM-Star Andrej Arschawin will unter allen Umständen seinen Verein, den UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg verlassen und zu einem europäischen Top-Klub wechseln. Arschawin wäre dabei auch bereit Abstriche bei seinem Gehalt in Kauf zu nehmen. "Ich wollte wirklich gehen, und ich will es immer noch. Aber mein Klub tut alles, um das zu verhindern", sagte der 27 Jahre alte Angreifer in einem Interview mit der russischen Sportzeitung Express.

Nach Arschawins Gala-Auftritten bei der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz hatte Zenit ein Angebot von 15 Millionen Euro von Arschawins Traumverein FC Barcelona zurückgewiesen. Als später Tottenham Hotspur ernsthaftes Interesse an ihm gezeigt habe, sei lediglich seine Ablösesumme gestiegen.

"Man sagte etwas von 27 Millionen. Das schreckt jeden ab", sagte der Stürmer: "Ich kann nur sagen, wenn ich woanders hin wechseln würde, dann würde ich weniger verdienen als in Russland." Mit geschätzten drei Millionen Euro ist Arschawin der bestbezahlte Fußballer in Russland. "Aber aus der russischen Liga herauszukommen, ist nicht so einfach", meinte der Angreifer.

Sein Trainer Dick Advocaat, der Zenit zur Meisterschaft und zum UEFA-Cup-Sieg geführt hatte, zeigte in einem Interview mit der Tageszeitung Rossisskaya Gazeta Verständnis für die Wechselwünsche seines Top-Spielers, die er als ganz natürlich bezeichnete. "Zunächst einmal wollen wir alle, dass er bei Zenit bleibt. Aber natürlich könnte ein guter Wechsel einen Schritt nach vorne in seiner Karriere bedeuten", sagte Advocaat. Arschawin spielt seit sieben Jahren für den Spitzenklub seiner Heimatstadt St. Petersburg.