2008.08.09 Neuss : Dortmund schmeißt Essen aus dem Pokal

Borussia Dortmund hat sich den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals gesichert. Beim 3:1 (1:0)-Erfolg gegen Rot-Weiss Essen trafen Hajnal, Kringe und Valdez für den BVB.

jsor2
Florian Kringe (l) trifft für Dortmund

Bundesligist Borussia Dortmund hat sich beim Pflichtspiel-Debüt seines neuen Trainers Jürgen Klopp in die zweite Runde des DFB-Pokals gequält. Im Revierderby beim Viertligisten Rot-Weiss Essen kam der Finalist der vergangenen Saison nach ganz schwacher Leistung zu einem mühsamen 3:1 (1:1)-Erfolg. Den Sieg sicherten Mittelfeldspieler Florian Kringe (59. ) und Stürmer Nelson Valdez (70.).

Der Erfolg konnte jedoch nicht überdecken, dass Klopp bis zum Bundesliga-Start am kommenden Samstag bei Bayer Leverkusen noch eine Menge Arbeit bevorsteht. Tamas Hajnal hatte den BVB, der durch ein 2:1 gegen Meister und Cup-Sieger Bayern München bereits den inoffiziellen Supercup gewonnen hatte, in der 13. Minute in Führung gebracht. Nur fünf Minuten später hatte Essens Kapitän Stefan Lorenz aber mit einem sehenswerten 25-Meter-Schuss in den Winkel ausgeglichen. Für Aufsehen sorgte der Dortmunder Youngster Bayram Sadrijaj, der in der 71. Minute nur zwölf Sekunden nach seiner Einwechselung wegen eines groben Fouls am Essener Dennis Bührer die Rote Karte sah.

Unsicherheiten bei Dortmund

Die Partie hatte eine kuriose Vorgeschichte: Beide Teams standen sich gerade bei einem Vorbereitungsturnier in Wattenscheid gegenüber, als der Stadionsprecher über Mikrofon das erneute Aufeinandertreffen im Pokal verkündete. Obwohl die nach zwei Abstiegen in Folge in die vierte Liga abgerutschten Essener die Partie damals im Elfmeterschießen gewannen, schienen die Dortmunder die Pokal-Aufgabe zunächst nicht ernst genug zu nehmen. Nicht nur die 19 Jahre alten Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic wirkten fahrig und unkonzentriert, vor allem die offensiven Außen Kringe und Giovanni Federico waren praktisch Totalausfälle.

Auch nachdem Hajnal den Favoriten mit dem ersten gelungenen Angriff in Führung gebracht hatte, gewann dieser nicht an Sicherheit. Nach dem Ausgleich durch Lorenz hatte der frühere Duisburger Sascha Mölders in der 26. Minute sogar die Führung der RWE auf dem Fuß, vergab aber knapp.