2008.08.09 Neuss : Gladbacher Scheibenschießen gegen Siebtligisten

Borussia Mönchengladbach machte in der ersten Runde des DFB-Pokals kurzen Prozess mit Siebtligist Fichte Bielefeld. Beim 8:1 (7:0) traf Jungnationalspieler Marko Marin dreimal.

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Jubel bei den Gladbacher Torschützen Marko Marin (r.) und Sascha Rösler

Borussia Mönchengladbach hat die niedrigste Hürde in der 1. Runde des DFB-Pokals problemlos genommen. Der Bundesliga-Aufsteiger spazierte zum Saisonstart mit einem 8:1 (7:0) beim Siebtligisten Fichte Bielefeld in die 2. Hauptrunde und verfehlte damit nur knapp das 8:0 gegen den 1. FC Viersen aus der Saison 1977/78 (1. Runde), den bislang höchsten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte.

Acht Tage vor dem Bundesligastart gegen den VfB Stuttgart am Sonntag (17.00, live bei Premiere) war Fichte, das normalerweise in der Staffel 1 Ost der Landesliga Westfalen um Punkte kämpft, kein Gradmesser. Für die Borussia trafen dreimal Nationalspieler Marko Marin (7., 11. und 17., Foulelfmeter), je zweimal Roberto Colautti (9. und 24.) und Sascha Rösler (19. und 54.) sowie Roel Brouwers (36.). Den Ehrentreffer der Gastgeber erzielte Sami Önen (66.), als die Borussia die Zügel schleifen ließ.

Selbst kühne Optimisten konnten nur 371 Sekunden auf die große Sensation gegen den dreimaligen Pokalsieger (1960, 1973, 1995) hoffen, dann traf Marin schon per Freistoß schon zum 0:1. Gladbach war in allen Belangen überlegen, kombinierte nach Belieben über die Außenpositionen und unterhielt 8100 Zuschauer mit schönen Toren. Insbesondere Marin zeichnete sich als Antreiber aus.

Bielefeld stemmte sich im größten Spiel der Vereinsgeschichte verzweifelt gegen die Überlegenheit, kassierte die Gegentore anfangs aber dennoch fast im Minutentakt. Immerhin brachte es das Team von Spielertrainer Mark Sawkill vor der Pause auf einen Torschuss und einen harmlosen Eckball.

Mönchengladbach schaltete in der zweiten Hälfte mehrere Gänge zurück und ließ die Gastgeber das "Spiel des Jahrzehnts" genießen. Fichte wurde frech und vergab vor dem 1:8 durch Christopher Gliniars sogar noch eine Großchance.