2008.08.10 Neuss : Inoffzielles Abschiedsspiel für Lehmann in Berlin?

Am Freitag gab Jens Lehmann seinen Rücktritt aus der DFB-Elf bekannt. Beim Testspiel in Berlin gegen England könnte der Torhüter zu seinem inoffiziellen Abschiedsspiel auflaufen.

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Jens Lehmann im Trikot der Nationalmannschaft

Trotz seines Rücktritts soll Torwart Jens Lehmann an der Stätte seines größten Triumphes noch einmal für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen. Zwar hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seit einigen Jahren offizielle Abschiedsspiele abgeschafft, doch beim Testländerspiel gegen England in Berlin am 19. November könnte der 38-Jährige möglicherweise noch zu seinem 62. Einsatz für die DFB-Auswahl kommen.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jens in der Nationalelf mit der Niederlage im EM-Finale aufhören will. Es gibt die Möglichkeit, dass er zum Abschied in einem Freundschaftsspiel zum Einsatz kommt", sagte Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff der Bild am Sonntag.

Die Partie gegen die "Three Lions" in Berlin bezeichnete Bierhoff als den "richtigen Rahmen" für die inoffizielle Verabschiedung von Lehmann aus dem Nationalteam. "Schließlich hat Jens ja an Berlin nur beste Erinnerungen", meinte Bierhoff.

Elfmetertöter gegen Argentinien

Der neue Schlussmann vom VfB Stuttgart führte die deutsche Elf am 30. Juni 2006 im WM-Viertelfinale gegen Argentinien mit zwei Paraden im Elfmeterschießen ins Halbfinale. Berühmt wurde anschließend der von Torwarttrainer Andreas Köpke für Lehmann handgeschriebene Spickzettel mit Informationen über die Schützen der argentinischen Mannschaft.

Sein WM-Stellvertreter Oliver Kahn wird dagegen am 2. September in München vom DFB ein offizielles Abschiedsspiel in der Münchner WM-Arena erhalten. Dann steht das Spiel zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem Vize-Europameister zu Ehren des "Titans" auf dem Programm. Das DFB-Präsidium hatte dieser Ausnahmeregelung zugestimmt.