2008.08.10 Neuss : Stuttgarter marschieren in Runde zwei

Der VfB Stuttgart, Pokalfinalist von 2007, zeigte Fünftligist Hansa Lüneburg seine Grenzen auf und kam in der Erstrundenpartie des DFB-Pokals zu einem 5:0 (2:0)-Erfolg.

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Martin Lanig (m.) feiert seinen Treffer

Zum Pflichtspiel-Einstand von Neuzugang Jens Lehmann hat Bundesligist VfB Stuttgart einen glanzlosen Erstrunden-Sieg im DFB-Pokal gefeiert. Während der Ex-Nationaltorhüter ruhige 90 Minuten erlebte, mussten sich seine Vorderleute ihren 5:0 (2:0)-Erfolg beim Fünftligisten FC Hansa Lüneburg mühsam erkämpfen. Eine Woche vor dem Liga-Auftaktspiel der Schwaben bei Borussia Mönchengladbach tat der haushohe Favorit nur das Nötigste, um in die zweite Runde einzuziehen.

Trotz überlegener Spielweise blieb das erwartete Tor-Festival der Stuttgarter zunächst aus. Neuzugang Martin Lanig sorgte vor 8500 Zuschauern im Stadion Wilschenbruch in der elften Minute für die Gäste-Führung. Vor der Pause nutzte Roberto Hilbert zudem einen Fehler von Hansa-Keeper Michael Hopp zum 2:0 für den VfB (26.). Nach dem Seitenwechsel traf zudem Nationalspieler Mario Gomez (58. /78.). Andre Berger (84.) per Eigentor sorgte für den Endstand.

Dennoch tat sich der dreimalige Cup-Gewinner gegen die engagierte Abwehrarbeit des krassen Außenseiters unerwartet schwer. Vor allem vor dem gegnerischen Tor leistete sich die Mannschaft von Trainer Armin Veh zahlreiche Unkonzentriertheiten. So vergab Gomez im ersten Durchgang gleich mehrere gute Torgelegenheiten - die beste, als er in der 40. Minute den Ball selbst aus fünf Meter freistehend nicht an Hopp vorbei brachte.

Auch nach dem Seitenwechsel war das Stuttgarter Spiel vor allem von mangelnder Chancenverwertung geprägt. Vier Minuten nach der Pause war es erneut Gomez, der an der Strafraumgrenze am gegnerischen Schlussmann scheiterte. Mit zunehmender Spieldauer machte sich bei den Gastgebern der Kräfteverschleiß bemerkbar, was sich am Ende auch im Ergebnis widerspiegelte.