2008.08.12 Neuss : Biedermann bei Phelps-Gala auf Platz fünf

Während sich Michael Phelps mit Weltrekord sein dritte Goldmedaille über die 200m Freistil sicherte, belegte Paul Biedermann mit deutschem Rekord einer sehr guten fünften Platz.

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Paul Biedermann auf Platz fünf

US-Schwimmstar Michael Phelps hat bei den Spielen in Peking mit einem weiteren Weltrekord sein insgesamt neuntes olympisches Gold gewonnen und ist damit bereits die Nummer der fünf in der "ewigen" Rangliste der erfolgreichsten Olympiasportler aller Zeiten. Der 23-Jährige siegte über 200m Freistil in 1:42,96 Minuten und verbesserte damit seine eigene Höchstmarke vom März vergangenen Jahres um neun Zehntelsekunden.

Silber ging an den Südkoreaner Taehwan Park in 1:44,85 Minuten, Bronze an Phelps Landsmann Peter Vanderkaay in 1:45,14. Als Fünfter in 1:46,00 Minuten verbesserte Europameister Paul Biedermann aus Halle an der Saale seinen eigenen deutschen Rekord um 37 Hundertstelsekunden. Biedermann war "mit Platz und Zeit sehr zufrieden" - zumal er seine Bestzeit gegenüber den deutschen Meisterschaften von Berlin um 36 Hundertstelsekunden steigerte. "Das war das härteste Rennen meiner Karriere. Ich musste sofort alles geben und am Ende tat es richtig weh. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht", erklärte Biedermann, dem "am Start vor Aufregung die Knie geschlottert hatten".

Coughlin ganz cool gegen Coventry

Wie schon in Athen 2004 hat US-Schwimmerin Natalie Coughlin Olympia-Gold über 100m Rücken gewonnen. Die 25 Jahre alte Weltmeisterin setzte sich in 58,96 Sekunden vor Weltrekordhalterin Kirsty Coventry aus Simbabwe durch, die 59,19 benötigte. Bronze ging in 59,34 Sekunden an Margaret Hoelzer aus den USA.

Als Vierte stellte die Britin Gemma Spooforth in 59,38 Sekunden einen Europarekord auf. Sie steigerte die alte Bestmarke der in Peking fünftplatzierten Russin Anastassia Sujewa um drei Hundertstelsekunden.

Die beiden deutschen Starterinnen waren bereits vorzeitig ausgeschieden. Für Antje Buschschulte aus Magdeburg kam im Halbfinale in 1:01,15 Minuten das Aus, für Christine Zenner aus Hildesheim im Vorlauf in 1:03,87.

Peirsol gewinnt in Weltrekordzeit über 100m Rücken

In Weltrekordzeit hat sich US-Schwimmer Aaron Peirsol bei den Spielen in Peking sein insgesamt viertes Olympia-Gold gesichert. Der dreifache Gewinner von Athen setzte sich über 100m Rücken in 52,54 Sekunden durch und verbesserte damit seine eigene Bestmarke vom 1. Juli dieses Jahres um 35 Hundertstelsekunden. Für einen US-Doppelsieg sorgte als Zweiter Matt Grevers in 53,11. Gemeinsame Dritte wurden in 53,18 Sekunden der Australier Hayden Stoeckel und der Russe Arkadi Wjatschanin.

Beide deutschen Vertreter waren im Vorlauf gescheitert, der Frankfurter Helge Meeuw als 19., Thomas Rupprath aus Rostock auf Rang 33.

Dreifach-Weltmeisterin Leisel Jones hat sich bei den Spielen in Peking ihr erstes olympisches Einzel-Gold gesichert. Die Australierin gewann das Finale über 100m Brust in 1:05,17 Minuten und verpasste dabei ihren eigenen Weltrekord nur um acht Hundertstelsekunden. In Athen hatte sie mit der Lagenstaffel triumphiert. Silber ging in 1:06,73 an die US-Amerikanerin Rebecca Soni, Bronze in 1:07,34 an die Österreicherin Mirna Jukic.

Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Die Wuppertalerin Sarah Poewe scheiterte als 20. ebenso im Vorlauf wie Sonja Schöber aus Dortmund auf Rang 36.

Der Russe Nikolaj Skworzow ist über 200m Schmetterling mit Europarekord in den Endlauf eingezogen. Skworzow schlug im Halbfinale in 1:54,31 Minuten an und blieb damit sieben Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke des Polen Pawel Korzeniowski.

Die Bestzeit schwamm jedoch Superstar Michael Phelps. Der US-Amerikaner qualifizierte sich in 1:53,70 Minuten für das Finale am Mittwoch und stellte damit den olympischen Rekord ein.