2008.08.15 Neuss : Hammerwerfer Esser steht im Finale

Hammerwerfer Markus Esser hat das Finale erreicht. Der Leverkusener erzielte am ersten Tag der olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe in der Qualifikation die sechstbeste Weite.

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Markus Esser erzielte die sechstbeste Weite

Hammerwerfer Markus Esser hat am ersten Tag der Leichtathletik-Wettbewerbe in Peking das Finale erreicht. Mit 77,60m erzielte der Leverkusener WM-Achte die insgesamt sechstbeste Weite des Tages und ist unter den Zwölf, die am Sonntag (19.10 Uhr Ortszeit/13.10 MESZ) um die Medaillen kämpfen.

"Das war die beste Qualifikationsleistung meiner Karriere. Ich fühle mich lockerer als je zuvor. Jetzt möchte ich meine Platzierung von Athen verbessern", sagte der 28-Jährige, der vor vier Jahren Rang elf belegt hatte, ehe er bei der WM 2005 und der EM 2006 jeweils Platz vier folgen ließ.

Als Tagesbester kam der ungarische WM- und Olympia-Fünfte Krisztian Pars 80,07m weiter. Auch die anderen Favoriten um den zweimaligen Weltmeister Iwan Tichon (Weißrussland/79,26m) und Olympiasieger Koji Murofushi (Japan/78,16m) hielten sich schadlos.

Wettkampf unter Schmerzen

Esser musste allerdings unter Schmerzen werfen, weil er im Abschlusstraining am Donnerstag zweimal gestürzt war: "Ich habe mich heute früh gefühlt, als wäre ein Laster über mich gefahren. Ich hätte aber auch mit dem Arm unterm Kopf geworfen."

Der Sportsoldat war wegen einer Bänderzerrung im Rücken und entzündeten Dornfortsätzen mit sechswöchiger Verspätung in die Saison gestartet. Für seine dritten Olympischen Spiele qualifizierte er sich erst nach der Verlängerung des Nominierungszeitraums um eine Woche durch den DOSB: "Ich habe das Gefühl, meine Formkurve zeigt weiter nach oben. Es ist mal wieder Zeit für einen 80m-Wurf. Gold und Silber scheinen mir vergeben, dahinter ist alles drin."