2008.08.24 Neuss : Köln empfängt Frankfurt, Bochum den VfL Wolfsburg

Der zweite Spieltag der Bundesliga wird heute ab 17.00 Uhr mit den Begegnungen zwischen dem 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt sowie zwischen Bochum und Wolfsburg abgeschlossen.

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Kölns Trainer Christoph Daum will einen Sieg gegen Frankfurt

Christoph Daum will heute den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt des 1. FC Köln machen. "Ziel ist es, das Stadion in eine Festung zu verwandeln, die eine Basis für viele Punkte liefert", sagte der 54-jährige Daum vor dem heutigen Heimauftakt des Bundesliga-Rückkehrers gegen Eintracht Frankfurt mit dem Kölner Ex-Coach Friedhelm Funkel (17.00 Uhr/live bei Premiere).

VfL Bochums Coach Marcel Koller setzt seinerseits im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (17.00 Uhr/live bei Premiere) erstmals auf Rückkehrer Paul Freier, der von Beginn an spielt. "Er hat gut trainiert und die Freiheiten genutzt, die er in Leverkusen nicht hatte. Ich hoffe, dass er sich austobt", sagte der Eidgenosse über den einstigen Nationalspieler, der nach vier überwiegend frustrierenden Jahren bei Bayer Leverkusen wieder in die Heimat zurückkehrte.

In Köln herrscht wie gewohnt vor Heimspielen der Ausnahmezustand. Natürlich ist die WM-Arena mit 50.000 Zuschauern ausverkauft. Schließlich will man den portugiesischen EM-Star Petit und "Messias" Daum jubeln sehen. Daum steht gegen Frankfurt zum 131. Mal für den FC an der Seitenlinie in der Bundesliga, einmal mehr als die Legende Hennes Weisweiler.

Mit 65 Siegen hat er auch einen mehr als "Don Hennes", Nummer 66 soll eine Woche nach dem 1:2 in Wolfsburg nun hinzukommen. "Wir müssen die Aufbruchsstimmung, die hier herrscht, mit in das Spiel nehmen. Die Anspannung ist da, aber das ist positiv. Das ist ein Vorstartzustand, der sich, wenn es losgeht, entlädt. Wenn wir 92, 93 Minuten Leidenschaft und Einsatzwillen hochhalten, werden wir das Spiel gewinnen", erklärte Daum am Freitag vor seinem ersten Bundesliga-Heimspiel mit dem FC seit 1990.

Für Funkel ein Wiedersehen mit seinem alten Klub

Für Frankfurts Coach Friedhelm Funkel ist es ein Wiedersehen mit seinem alten Klub, den er 2003 in die Bundesliga zurückgeführt hatte und noch im gleichen Jahr verlassen musste. "Der Rauswurf in Köln hatte mir wehgetan. Ich war mit Leib und Seele FC-Trainer, wir hatten eine tolle Mannschaft. Ich hatte lange mit dem FC im Kopf nicht abgeschlossen", sagte Funkel vor seiner Rückkehr dem Express. In Frankfurt arbeitet der 54-Jährige bereits seit 2004, erreichte mit den Hessen sogar schon den UEFA-Cup.

In Köln, wo die Eintracht in den letzten fünf Spielen nur einen Punkt holen konnte, wird Funkel in der Startformation wohl wieder auf Rekordeinkauf Caio verzichten. Der Brasilianer hat noch immer Nachholbedarf. "Er war in einem schlimmen körperlichen Zustand, als er im Sommer zu uns kam, hatte sechs Kilo Übergewicht. Er muss jetzt den Willen zeigen. Großes Potenzial hat er", erklärte Funkel.

Auf jeden Fall verzichten muss Wolfsburgs Trainer Felix Magath noch auf den gesperrten Brasilianer Grafite. Doch weniger diese Personalie, sondern vielmehr die Einstellung seiner Mannschaft bereitete dem einstigen Münchner Meistercoach vor dem Gastspiel in Bochum Kopfzerbrechen: "Unser Ziel ist es, nach dem Auftaktsieg gegen Köln nun auch in Bochum zu gewinnen. Ich hoffe, dass wir im Vergleich zur letzten Saison noch stabiler sind und auch nach Rückschlägen zurückkommen können. Das zeichnet Mannschaften auf hohem Niveau aus."