2008.08.27 Neuss : Auch Cösters B-Probe positiv

Auch die B-Probe von Christian Ahlmanns Pferd Cöster erbrachte einen positiven Befund. Damit steht fest: Das Tier war bei den Olympischen Spielen mit der Substanz Capsaicin gedopt.

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Auch die B-Probe von Ahlmanns Pferd Cöster ist positiv

Die B-Probe hat es bestätigt: Das Pferd von Christian Ahlmann war bei den Olympischen Spielen gedopt. Den positiven Befund der B-Probe teilte der Weltreiter-Verband FEI am Mittwochabend der deutschen Reiterlichen Vereinigung FN mit. In der am 22. August bei den Olympischen Spielen im Beisein des deutschen Team-Arztes Björn Nolting in Hongkong geöffneten B-Probe wurde ebenfalls die im Wettkampf verbotene Substanz Capsaicin nachgewiesen. Die FEI hat eine Anhörung von Ahlmann (Marl) für den 6. September in Lausanne angesetzt.

Wie bei Ahlmanns Pferd Cöster bestätigten auch die Analysen der B-Proben bei den Pferden des Norwegers Tony Andre Hansen (Camiro), des Iren Denis Lynch (Lantinus) und des Brasilianers Bernardo Alves (Chupa Chup) die Ergebnisse aus den Untersuchungen der A-Proben. Auch hier wurde die verbotene Substanz Capsaicin festgestellt. Alle vier Paare wurden sofort von den Olympischen Spielen suspendiert und für weitere Turniere gesperrt.

Ahlmann will gegen Sperre angehen

Ahlmann hatte bereits erklärt, dass er ein Mittel mit Capsaicin zur Rückenmassage seines Pferdes eingesetzt habe. Der 33-Jährige kündigte an, dass er beim Internationalen Sportsgerichtshof CAS in Lausanne gegen seine Sperre vorgehen werde.

Derweil wollen sich Deutschlands Springreiter am Donnerstag am Rande des Turniers in Münster zu einer Aussprache treffen. Der erweiterte Championatskader will mit Bundestrainer Kurt Gravemeier die Vorfälle von Hongkong bereden. Dort hatte die deutsche Equipe auch sportlich enttäuscht und sowohl im Team- als auch im Einzelspringen eine Medaille verpasst.

Bis auf den gesperrten Ahlmann werden alle deutschen Hongkong-Teilnehmer in Münster beim "Turnier der Sieger" starten. Allerdings lassen Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Marco Kutscher (Hörstel) ihre Olympia-Pferde zur Schonung im Stall und satteln ihre Zwei- oder Drittpferde.