2008.08.28 Neuss : Hertha spaziert im Schongang in den UEFA-Cup

Durch einen 1:0 (1:0)-Sieg im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde gegen NK Ljubljana ist Hertha BSC Berlin in den UEFA-Cup eingezogen. Das einzige Tor gelang Patrick Ebert.

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Umjubelter Siegtorschütze: Patrick Ebert (2.v.l.)

Hertha BSC Berlin hat seine Pflichtaufgabe ohne Mühe erfüllt und ist im Schongang zum zehnten Mal in den UEFA-Cup eingezogen. Das Team von Trainer Lucien Favre blieb auch im siebten Pflichtspiel der Saison ungeschlagen und feierte im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde ein verdientes 1:0 (1:0) gegen den slowenischen Pokalsieger NK Ljubljana.

Patrick Ebert erzielte schon nach drei Minuten mit einem schönen Freistoß gegen die international allenfalls zweitklassigen Gäste das Tor des Tages. Die Grundlage für das Erreichen des UEFA-Cups hatten die Berliner bereits vor zwei Wochen im Hinspiel mit einem 2:0 in Ljubljana gelegt. Herthas Gegner in der ersten Hauptrunde (18.9./2.10.) wird am Freitag (13.00 Uhr) in Monaco ausgelost.

"Pflichtaufgabe erfüllt, mehr ist nicht zu sagen"

"Pflichtaufgabe erfüllt, mehr ist nicht zu sagen", meinte Hertha-Nationalspieler Arne Friedrich: "Wir haben in den ersten 20 Minuten gut angefangen, danach aber aufgehört, Fußball zu spielen. Vielleicht hatten wir schon die Bayern im Kopf." Trainer Lucien Favre lobte das "super Tor" von Ebert, monierte aber auch, "dass wir viele Torchancen nicht genutzt" haben.

Vor 11.849 Zuschauern im "Exil" Jahnsportpark - das Olympiastadion war wegen eines Konzertes von Popstar Madonna belegt - traf Ebert aus 25 Metern genau in den linken Torwinkel. In der Folgezeit dominierten die Hausherren den Tabellenletzten der slowenischen Liga, gingen mit ihren Torchancen durch Stürmer Marko Pantelic (6./11./26.) und Ebert (13.) aber zu verschwenderisch um.

Favre setzte drei Tage vor dem Bundesligaspiel bei Rekordmeister Bayern München auf das Rotationsprinzip und brachte in der Startelf unter anderem den 17 Jahre alten Außenverteidiger Shervin Radjabali-Fardi. In der Abwehr durfte auch Josip Simunic wieder ran, dessen Verbannung auf die Bank am vergangenen Samstag gegen Arminia Bielefeld (1:1) bei einigen Mitspielern für Unmut gesorgt hatte.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Berliner einen Gang zurück und versuchten, für das Duell am Sonntag Kräfte zu sparen. Die Gäste, deren Trainer Alberto Bigon wegen Herzrhythmusstörungen in Ljubljana geblieben war, fanden zwar besser ins Spiel, blieben in ihren Angriffsbemühungen jedoch zu harmlos. Die Hertha hätte noch erhöhen können, aber der eingewechselte Raffael (64./78.) scheiterte mit Distanzschüssen knapp. Torhüter Jaroslav Drobny vereitelte in der 79. Minute die bis dahin einzige Chance der Gäste durch Martin Pregelj.