2008.08.29 Neuss : Australier Lancaster schlüpft ins Gelbe Trikot

Brett Lancaster hat sich den Prolog-Sieg und damit das Gelbe Trikot zum Auftakt der Deutschland-Tour gesichert. Der Australier siegte vor Gustav Erik Larsson und Gerald Ciolek.

jla
Prologsieg für Brett Lancaster

Beim "Auswärtsstart" der Deutschland-Tour in Österreich hat der Australier Brett Lancaster dem Milram-Team einen erfolgreichen Auftakt ins Heimrennen beschert. Der 28-Jährige gewann in Kitzbühel den Prolog der neuntägigen Rundfahrt, die am 6. September am Sitz des Milram-Sponsors in Bremen endet. Auf dem 3,6km langen Zeitfahrkurs setzte sich der Bahn-Olympiasieger von Athen 2004 in 3:59,85 Minuten vor dem Schweden Gustav Erik Larsson und dem Pulheimer Gerald Ciolek vom T-Mobile-Nachfolge-Rennstall Columbia durch.

"Es war ein perfektes Rennen für mich - fantastisch, dass es mit diesem Sieg geklappt hat", sagte Lancaster, der erst in dieser Woche von den Olympischen Spielen in Peking nach Europa angereist war: "Die Bahn-Wettbewerbe in China waren die beste Vorbereitung für diesen kurzen und verwinkelten Prolog. Das hat mir sicher geholfen", meinte der "Aussie".

Während Lancaster am Samstag im Gelben Trikot auf die erste Etappe gehen wird, landete der Berliner Jens Voigt (CSC) als Gesamtsieger der beiden Vorjahre deutlich geschlagen im Feld. Der 36-Jährige war als letzter der insgesamt 154 Starter auf die Strecke gegangen und belegte mit einigen Sekunden Rückstand nur den 52. Platz. Voigt war dennoch nicht unzufrieden: "Ich habe nicht mit einer Top-Platzierung gerechnet, denn so kurze Strecken sind nichts für mich. Eigentlich lief es sogar besser als erwartet."

Fothen freut sich über Platz vier

Keine Chance auf eine vordere Platzierung hatte auch der österreichische Lokalmatador Bernhard Kohl vom Team Gerolsteiner, der ebenfalls abgeschlagen im Feld landete. Dafür kam sein Teamkollege Markus Fothen auf einen guten vierten Platz: "Damit bin ich sehr zufrieden und optimistisch für die nächsten Tage. Immer wenn ich einen guten Prolog gefahren bin, ist auch das ganze Rennen gut für mich gelaufen", sagte der 26-Jährige aus Kaarst.

Entscheidend für den Kampf um den Gesamtsieg wird bereits die erste von insgesamt acht Etappen werden, die am Samstag über 178km von Kitzbühel zur Bergankunft in Hochfügen führt. Neben dem Schlussanstieg stehen dabei zwei weitere schwere Bergwertungen auf dem Programm.

Am Sonntag erreicht die neuntägige Rundfahrt deutschen Boden, wenn es auf dem zweiten Teilstück von München nach Hesselberg (182,6km) geht. Den Abschluss bildet am 6. September ein Zeitfahren über 34km in Bremen.