2008.09.02 Neuss : Powell verpasst Bolt-Weltrekord nur knapp

Beim Super-Grand-Prix der Leichtathleten in Lausanne lief Top-Sprinter Asafa Powell über 100 Meter 9,72 Sekunden. 0,03 Sekunden fehlten dem Jamaikaner zum neuen Weltrekord.

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Asafa Powell verfehlt Weltrekord nur knapp

Erst verpasste Asafa Powell beim Super-Grand-Prix der Leichtathleten in Lausanne in 9,72 Sekunden den 17 Tage alten Fabel-Weltrekord von Usain Bolt nur um 0,03 Sekunden. Dann folgte dem zweitschnellsten 100-m-Lauf der Geschichte die seit Olympia bekannte Bolt-Show: Der 22-Jährige stürmte im 200-m-Lauf wie entfesselt davon, dann trudelte er lässig in der Glanzzeit von 19,63 Sekunden ins Ziel. Nur bei seinem Weltrekord von 19,30 in Peking war er noch schneller gewesen.

Powell, in Peking nur Fünfter in 9,95, demonstrierte bei 0,2m Rückenwind nach vier Weltrekorden in den drei letzten Jahren (dreimal 9,77, einmal 9,74) erneut, dass er immer dann Glanzzeiten laufen kann, wenn es nicht um Medaillen geht. Zweiter des Rennens war der Olympiadritte Walter Dix (USA) in 9,92, Dritter Nesta Carter (Jamaika) in 9,98.

Bolt kontrolliert 200-Meter-Rennen

Über 200m bremste Bolt auf den letzten zehn Metern ab, doch die Konkurrenz war längst geschlagen. Churandy Martina (Niederländische Antillen) wurde in 20,24 Sekunden Zweiter.

Mit einer Glanzzeit wartete auch LaShawn Merritt (USA) in seinem letzten Saisonrennen in 43,98 über 400m auf, nachdem er in Peking den einstigen Seriensieger Jeremy Wariner im Kampf um Gold geschlagen hatte. Ihren Olympia-Triumph bestätigte zwei Tage nach der Niederlage von Gateshead auch Shelly-Ann Fraser (Jamaika) in 11,03 Sekunden über 100m.

Dagegen unterlagen bereits in der ersten Hälfte des Meetings drei Olympiasieger: Im Speerwerfen wurde Barbora Spotakova (Tschechien) mit 62,24m nur Vierte. Nach ihren Glanz-Weiten von Berlin fanden die beiden deutschen Asse ihre Bezwingerin in der Olympiazweiten Maria Abakumowa (Russland/66,09). Zwei Tage nach ihren 69,81m beim DKB-Cup-Finale kam Vize-Weltmeisterin Christina Obergföll (Offenburg) mit 63,79m wie in Peking nur auf Rang drei. Die am Sonntag auf 68,34m verbesserte WM-Dritte Steffi Nerius (Leverkusen) wurde Zweite mit 64,47m.

Vierte wie Spotakova wurde auch im Weitsprung Brasiliens Olympiasiegerin Maurren Hagi Maggi mit 6,59m beim Sieg der gescheiterten Peking-Favoritin Naide Gomes (Portugal/6,77). Über 100m Hürden unterlag nach ihrem Goldlauf in China die Amerikanerin Dawn Harper (12,63) gegen die Jamaikanerin Delloreen Ennis-London (12,60).