2008.09.06 Neuss : Sperre gegen Springreiter Alves wohl aufgehoben

Der Weltreiter-Verband FEI hat offenbar die Sperre gegen den Springreiter Bernardo Alves vorläufig aufgehoben, obwohl der Brasilianer bei Olympia gedopt haben soll.

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Bernardo Alves

Überraschende Wende im Doping-Skandal der Springreiter: Der Weltreiter-Verband FEI soll die Sperre gegen den brasilianischen Reiter Bernardo Alves vorläufig aufgehoben haben. Das sagte Alves-Anwalt Ulf Walz nach einer mehrstündigen Anhörung des Südamerikaners in der Verbands-Zentrale. Der Verband will sich zu dem Vorgang erst Anfang nächster Woche äußern.

"Die Aufhebung der Sperre war überfällig. Solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind, darf es kein Berufsverbot geben, wenn keine Flucht-, Verdunklungs- oder Wiederholungsgefahr besteht", sagte Walz dem sid. Alves will am kommenden Wochenende bei der Global Champions Tour (GCT) in Arezzo/Italien schon wieder starten.

Endgültige Entscheidung am 30. September

Bis zum 12. September hat der Verband Zeit, neue Beweise zu sammeln. Alves wiederum kann sich am 19. September noch einmal einlassen, ehe der Fall am 30. September abgeschlossen und über eine Sperre endgültig entschieden wird.

Walz erklärte, dass er bei der Anhörung glaubwürdig darstellen konnte, dass die Beine des Pferdes Chupa Chup von Alves nicht mit Capsaicin behandelt wurden und demnach der Doping-Vorwurf zurückgewiesen werden konnte.

Der Brasilianer ist einer von fünf Springreitern, dessen Pferd bei den Olympischen Spielen in Hongkong auf Capsaicin oder eine ähnliche Substanz positiv getestet worden war und nun vom FEI-Tribunal vernommen wird.

Zu den beschuldigten Reitern gehört auch Christian Ahlmann (Marl), der sich am 26. September in Lausanne verantworten muss.