2008.09.09 Neuss : McLaren-Mercedes-Protest jetzt auch offiziell

Rennstall McLaren-Mercedes hat bei der FIA offiziell Protest gegen die Bestrafung von Lewis Hamilton in Spa eingelegt. Hamilton war von Platz eins auf drei zurückgestuft worden.

pk
Felipe Massa (l.) und Lewis Hamilton

Nach der Absichtsbekundung am Sonntag hat Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes am Dienstag beim Automobil-Weltverband FIA auch offiziell den Protest gegen die Bestrafung von Lewis Hamilton beim Großen Preis von Belgien in Spa eingelegt. Das Team teilte am Nachmittag mit, dass die schriftliche Einspruchsbegründung der FIA zugeschickt wurde.

Hamilton war wegen des Abkürzens einer Schikane während eines Zweikampfes mit Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen nach Rennende mit einer 25-Sekunden-Zeitstrafe belegt worden. Dadurch fiel er vom ersten auf den dritten Platz hinter seinen schärfsten Titelrivalen Felipe Massa (Ferrari/Brasilien) und Nick Heidfeld (BMW-Sauber/Mönchengladbach) zurück.

Thathi: "Es gab keine Verschwörung gegen irgendwen"

Währenddessen hat einer der drei Rennkommissare des Rennens den Vorwurf einer Verschwörung gegen das McLaren-Mercedes-Team zurückgewiesen. "Es gab keine Verschwörung gegen irgendwen, auch nicht gegen McLaren", sagte der Kenianer Surinder Thathi am Dienstag.

Hamilton habe eine Abkürzung genommen, dadurch habe man sich zwischen einer 25-Sekunden-Zeitstrafe oder einer Strafversetzung um zehn Plätze entscheiden müssen, erklärte Thathi, der gemeinsam mit dem Franzosen Nicholas Deschaux und dem Belgier Yves Bacquelaine entscheiden hatte.

Thathi sagte weiter, er wisse, dass er jetzt in England sehr unpopulär sei, "aber ich habe meinen Job gemacht und professionell gehandelt".