2008.09.14 Neuss : Vlasic gelingt in Stuttgart die Revanche

Nach den enttäuschenden Olympia-Auftritten der deutschen Leichtathleten präsentierten sich diese auch in Stuttgart schwach. Hochspringerin Vlasic gelang die Olympia-Revanche.

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Blanka Vlasic konnte sich in Stuttgart im Hochsprung durchsetzen

In Stuttgart erlebte die Stätte der grandiosen WM von 1993 vor dem Umbau zur reinen Fußball-Arena den letzten Leichtathletik-Höhepunkt. Vor 40.000 meist frierenden Zuschauern an beiden Tagen waren viele Helden müde. Eine weitere Jahres-Weltbestmarke neben dem Speerwurf-Weltrekord durch die Tschechin Barbora Spotakova gab es nicht mehr. Doch von den 19 Olympiasiegern von Peking verloren nur sieben. Krass daneben lag dabei Brimin Kipruto (Kenia) als Neunter über 3000m Hindernis.

Blanka Vlasic gelingt Olympia-Revanche

Im Hochsprung gelang Blanka Vlasic (Kroatien) mit 1,99m die Revanche gegen Belgiens Olympiasiegerin Tia Hellebaut (3.), über 400m der Amerikanerin Sanya Richards (zuvor auch 200-m-Siegerin) gegen die Britin Christine Ohuruogu.

Von 19 Deutschen, die meist über eine Wildcard ins Startfeld gerückt waren, landeten immerhin fünf in den drei höchsten Preisgeldstufen: Neben Siegerin Spiegelburg kassierten als Zweite Obergföll und die Magdeburger Kugelstoßerin Nadine Kleinert (19,42 m) je 20.000 Dollar, Speerwurf-Europameisterin Steffi Nerius (Leverkusen/62,78) und der Diskus-Olympiavierte Robert Harting (Berlin/65,76) als Dritte je 12.000.

Deutsche Athleten enttäuschen

Dahinter folgten nach ihrer verpatzten Olympia-Teilnahme zwei Athletinnen der LG Eintracht Frankfurt: Als Hochsprung-Vierte (1,97 m) erhielt Ariane Friedrich 7000, als Fünfte mit schwachen 69,72 m Betty Heidler 5000 Dollar.

Der 800-m-Weltrekord (1:53,28) ist 2009 das Ziel von Pamela Jelimo (Kenia), die in 1:56,23 den 15. Saisonsieg in Serie feierte. Die 18-Jährige musste in Stuttgart ihre Startpflicht erfüllen, um die Dollar-Million des Golden-League-Jackpots endgültig zu erhalten.