2008.09.16 Neuss : Bierhoff und Ballack sprechen sich aus

Laut Auskunft des Deutschen Fußball-Bundes haben DFB-Manager Oliver Bierhoff und Kapitän Michael Ballack ihren Streit beiseite gelegt und sich am Telefon ausgesprochen.

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Oliver Bierhoff (l.) und Michael Ballack

Der seit dem verlorenen EM-Finale schwelende Streit zwischen Michael Ballack und Oliver Bierhoff bei der Nationalmannschaft soll endgültig beigelegt sein. In einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hieß es am Dienstag, der Nationalmannschafts-Manager Bierhoff und Kapitän Ballack hätten in einem rund 20-minütigen Telefonat am Montagabend "die zuletzt aufgetretenen Unstimmigkeiten ausgeräumt".

Damit soll das am Rande der beiden WM-Qualifikationsspiele in Liechtenstein (6:0) und Finnland (3:3) viel diskutierte Thema vor dem wichtigen Spiel gegen Russland am 11. Oktober in Dortmund endgültig der Vergangenheit angehören.

Ballack: "Sehr gutes Gespräch"

"Es war ein offenes und konstruktives Gespräch, in dem wir die vergangenen Wochen reflektiert haben", sagte Bierhoff. Ballack bezeichnete das Telefonat als "sehr gutes Gespräch", in dem man "alles besprochen und damit die Grundlage für eine weiterhin professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit geschaffen" habe.

Dass nun wieder die sportlichen Themen in den Vordergrund rücken, hofft auch Bundestrainer Joachim Löw: "Ich bin sehr froh, dass dieses Thema so behandelt wurde, wie es sich gehört: In einem direkten Dialog miteinander. Nun schauen wir mit allerhöchster Konzentration auf die bevorstehenden WM-Qualifikations-Heimspiele gegen Russland und Wales."

Bereits am 11. Oktober tritt die Nationalmannschaft in Dortmund gegen Russland an, vier Tage später empfängt das DFB-Team Wales in Mönchengladbach. Russland, das sich zuletzt 2:1 gegen die Waliser durchgesetzt hatte, gilt als Hauptkonkurrent um den Sieg in der Gruppe vier und damit um die direkte WM-Qualifikation.

Auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger begrüßte die Aussprache: "Der Nationalmannschafts-Manager und Kapitän müssen gemeinsam mit dem Bundestrainer ein vertrauensvoll zusammenarbeitendes Team bilden. Deshalb war es notwendig, die Meinungsverschiedenheiten der jüngsten Vergangenheit offen zu thematisieren, auszuräumen und sich für die Zukunft darauf zu einigen, unterschiedliche Auffassungen, die es zwischen wichtigen Führungspersönlichkeiten immer wieder geben kann, ja geben muss, intern zu lösen", sagte Zwanziger und fügte hinzu: "Ich vertraue darauf, dass diese unverzichtbare Basis für Erfolg wieder gefunden ist."