2008.09.17 Neuss : Diskussion über Aufstockung der Ligen neu entfacht

Die Diskussion über eine Aufstockung der Ligen ist bei den Vereinsverantwortlichen erneut entfacht worden. Grund ist die angedachte Wiedereinführung des Ligapokals seitens der DFL.

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DFL denkt über die Wiedereinführung des Ligapokals nach

Die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) angedachte Wiedereinführung des Ligapokals ist bei den Vereinsverantwortlichen umstritten und hat die Diskussion über eine Aufstockung der Ligen neu entfacht. "Bevor wir so etwas aus dem Boden stampfen, sollten wir lieber über eine Ausweitung des bestehenden Spielsystems diskutieren", sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt der Süddeutschen Zeitung.

Bruchhagen, der sich bereits vor drei Jahren vergeblich für eine Aufstockung der ersten und zweiten Liga auf jeweils 20 Mannschaften eingesetzt hatte, erhält nun Rückendeckung durch den Präsidenten Harald Strutz vom Zweitligisten FSV Mainz 05. "Wir verkraften zwei Ligen mit 20 Vereinen, in anderen großen Ländern geht das auch", meinte Strutz: "Ich sprech da mit Sicherheit für die Zweitligavereine und die mittleren Erstligaklubs."

Ligapokal-Wettbewerb als "Denkmodell" bezeichnet

Die DFL-Spitze hatte den neuen Ligapokal-Wettbewerb am Freitag als "Denkmodell" bezeichnet. Gemäß einer Setzliste, die die Abschlusstabelle der Vorsaison widerspiegelt, würden in der ersten Runde die 20 schlechtesten Teams aufeinandertreffen. In der zweiten Runde bekämen es die Sieger der zehn Begegnungen mit den zehn höher eingestuften Mannschaften zu tun. Erst ab der dritten Runde würden die international vertretenen Klubs am Wettbewerb teilnehmen.

Insgesamt soll der Cup in sechs Runden ausgespielt werden. Im Gespräch ist zudem die ein "Supercup" zwischen dem Meister und dem Ligapokal-Sieger. Ein Startplatz im UEFA-Cup ist für den Gewinner des Cups nicht vorgesehen.