2008.09.18 Neuss : Hertha will Machbarkeitsstudie in Angriff nehmen

UEFA-Cup-Teilnehmer Hertha BSC Berlin hat zwar Spekulationen über einen Stadionneubau dementiert, jedoch möchte sich die "alte Dame" mit einer Machbarkeitsstudie befassen.

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Gibt es bald ein neues Stadion für Hertha?

Bundesligist Hertha BSC Berlin hat Spekulationen über konkrete Pläne für einen Stadionneubau in der Hauptstadt dementiert, sein grundsätzliches Interesse aber signalisiert. "Pläne gibt es keine. Aber es gibt die Absicht, die Machbarkeit zu prüfen. Die Studie wird in absehbarer Zeit in Auftrag gegeben", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß.

Die Berliner Morgenpost hatte zuvor berichtet, dass derzeit klubintern die Voraussetzungen für eine Machbarkeitsstudie geschaffen werden. Demnach soll die Kapazität, der Standort sowie die Finanzierung einer möglichen Arena geklärt werden.

Mietvertrag läuft bis 2017

Hertha besitzt mit der Betreibergesellschaft des Olympiastadions noch einen Mietvertrag bis 2017, die jährliche Miete beträgt etwa 4,5 Millionen Euro. Aus den schwierigen Rahmenbedingungen würden jedoch "wirtschaftliche und strategische Nachteile" für den Klub erwachsen. Daher wolle man sich rechtzeitig mit einer adäquaten Spielstätte für die Folgejahre befassen, "auch in Form eines reinen Fußballstadions in Berlin oder im Umfeld", heißt in der Mitteilung.

Zwar wurde das Olympiastadion erst von 2000 bis 2004 für 282 Millionen aus öffentlichen Mitteln saniert, doch das 74.400 Zuschauer fassende Finalstadion der WM 2006 mit der blauen Laufbahn ist nur selten gefüllt. LSB-Präsident Peter Hanisch warnte jedoch: "Hertha muss die Bodenhaftung bewahren." Allein der Respekt vor dem Geld der Bürger verbiete eigentlich alle Neubau-Gedankenspiele.