2008.09.18 Neuss : "Wölfe" feiern dank Grafite erfolgreiches Comeback

Der VfL Wolfsburg hat dank Grafite ein erfolgreiches UEFA-Cup-Comeback hingelegt. Der Bundesligist bezwang Rapid Bukarest im Hinspiel vor heimischer Kulisse mit 1:0 (1:0).

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Alexander Madlung im Zweikampf

Comeback gelungen: Nach neun Jahren Pause ist der VfL Wolfsburg siegreich in den UEFA-Pokal zurückgekehrt. Die Niedersachsen setzten sich gegen Rapid Bukarest mit 1:0 (1:0) durch und erarbeiteten sich damit ein kleines Polster für das Rückspiel am 2. Oktober in der rumänischen Hauptstadt.

Vor 16.245 Zuschauern gelang Wolfsburgs Torjäger Grafite der Treffer des Tages. Der Brasilianer verwandelte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen allerdings umstrittenen Foulelfmeter unhaltbar für Rapid-Torhüter Urko Pardo. Der Sieg der Norddeutschen hätte durchaus höher ausfallen können, doch wie in den Vorwochen vergaben die Platzherren zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten, was Trainer Felix Magath an der Seitenlinie mehrfach zu lauten Unmutsäußerungen veranlasste.

Misimovic: "Gut, dass wir kein Gegentor bekommen haben"

"Das ist bei uns seit dem 1. Spieltag so, dass wir viele Chancen haben, diese aber nicht nutzen. Gut ist aber, dass wir kein Gegentor erhalten haben. Wir sind für das Rückspiel gut gerüstet, weil wir auch immer für ein Tor gut sind", sagte Neuzugang Zvjezdan Misimovic.

Speziell vor dem Seitenwechsel konnte sich der rumänische Meisterschaftsdritte bei seinem sowohl auf der Linie als auch in der Strafraumbeherrschung starken Torhüter Pardo bedanken, dass nicht schon früher Tore für die Gastgeber fielen. So vergab Mittelfeldspieler Christian Gentner in der achten und 26. Minute gleich zwei gute Tormöglichkeiten, in der 32. Minute wurde ein Schuss des freistehenden Japaners Makoto Hasebe in letzter Sekunde abgeblockt.

"Ich bin heilfroh, dass wir zu Null gespielt haben. Das ist kein Wunsch-, aber ein gutes Ergebnis. Die Rumänen sind eine gute Mannschaft, das haben sie in der zweiten Halbzeit gezeigt. Wenn man 1:0 führt, ist man vielleicht auch nicht mehr so risikobereit. In Rumänien wird es nochmal heiß hergehen", sagte Magath.

Nach Wiederanpfiff ging bei den Wolfsburgern ein wenig der Spielfluss verloren, dennoch stellten sie überraschenderweise auch weiterhin das feldüberlegene Team. Die Mannschaft von Coach Jose Peseiro schien ganz offensichtlich mit der knappen Niederlage zufrieden zu sein und startete auch in den zweiten 45 Minuten nur sehr wenige Entlastungsangriffe. Die klarste Chance für den dreimaligen rumänischen Meister hatte in der 24. Minute Mittelfeldspieler Ovidiu Herea vergeben, als er mit einem verdeckten Distanzschuss nur knapp das VfL-Gehäuse verfehlte.