2008.09.20 Neuss : Kein Sieger im Stadion der Freundschaft

Der FC Energie Cottbus hat sich am fünften Spieltag der Bundesliga 1:1 (1:1) vom VfL Bochum getrennt. Damit behalten die Lausitzer weiter die "Rote Laterne".

hsc
Augen zu und durch: Branko Jelic (l.) gegen Marcel Maltritz

Energie Cottbus hat seine "Tor-Allergie" zwar überwunden, den erhofften Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga aber verpasst. Die Lausitzer kamen im Duell gegen den VfL Bochum nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und bleiben mit zwei Punkten Tabellenletzter.

Zwar beendete der Däne Dennis Sörensen mit seinem 1: 0-Führungstreffer (13.) die 468 Minuten andauernde Torflaute der Cottbuser, doch Bochums Innenverteidiger Anthar Yahia gelang für die im zweiten Spielabschnitt stärkeren Gäste der verdiente Ausgleich (48.).

Vor 12.174 Zuschauern im Stadion der Freundschaft entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Fouls und Ballverlusten auf beiden Seiten. Die Cottbuser Mannschaft, die vor dem Anpfiff demonstrativ mit allen Ersatzspielern, Trainern und dem Manager einen Kreis gebildet hatte, war jedoch zunächst die aktivere Mannschaft und wurde dafür mit dem Führungstreffer belohnt. Nach schöner Vorarbeit von Branko Jelic nutzte Sörensen die erste gute Möglichkeit des Spiels.

Mit der Führung im Rücken drehte Energie zunehmend auf und erspielte sich Chance um Chance. Der VfL, der mit derselben Startelf wie beim 2:0 gegen Arminia Bielefeld auflief, war zu diesem Zeitpunkt komplett verunsichert und verlor viele Zweikämpfe. Gefahr resultierte fast nur nach Standardsituationen wie beim Freistoß von Mimoun Azaouagh (28.). Zudem schied Mittelfeldspieler Daniel Imhof verletzungsbedingt bereits in der 33. Minute aus. Für ihn kam Thomas Zdebel.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag für die Gäste: Nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel vollendete der aufgerückte Yahia eine schöne Flanke von Azaouagh zum Ausgleich. In der Folgezeit öffnete Cottbus zunehmend seine Defensive, blieb jedoch zunächst harmlos. Für den VfL ergaben sich nun viele Räume zum Kontern über den schnellen Stanislav Sestak, der jedoch beide guten Möglichkeiten (58. und 63.) ungenutzt ließ.