2008.09.23 Neuss : "Löwen" schlagen "Zebras" im Elfmeterschießen

1860 München steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die "Löwen" setzten sich in der zweiten Runde gegen den MSV Duisburg 5:4 nach Elfmeterschießen durch. Cedrick Makiadi verschoss.

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Duisburgs Cedrick Makiadi versagten die Nerven

1860 München hat nach den Enttäuschungen in der 2. Bundesliga den Einzug in das DFB-Pokal-Achtelfinale geschafft und ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis gefeiert. Die "Löwen" setzten sich in der zweiten Runde nach 120 torlosen Minuten mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen Liga-Rivale MSV Duisburg durch, nachdem der Duisburger Cedrick Makiadi über das Tor geschossen hatte. Dadurch konnten die "Löwen" auch Trainer Marco Kurz vorerst aus der Schusslinie nehmen. Allerdings ist ein Erfolg der Sechziger im Punktspiel am Sonntag gegen den FC Ingolstadt Pflicht, ansonsten werden die Diskussionen um Kurz in die nächste Runde gehen. Mann des Abends war Ex-Nationalspieler Daniel Bierofka, der den entscheidenden Elfmeter verwandelte.

Der TSV 1860 enttäuschte vor einer Geisterkulisse jedoch auch beim Erfolg gegen den MSV einmal mehr auf der ganzen Linie. Vor allem spielerisch offenbarte der Gastgeber erhebliche Schwächen. Gerade einmal 5500 Fans hatten sich nach den schlechten Leistungen der Löwen in den vergangenen Wochen in die 69.000 Zuschauer fassende Allianz-Arena verirrt. Und die sahen von Beginn an viel Kampf und noch mehr Krampf.

Den Münchnern waren die jüngsten Neagtiverlebnisse deutlich anzumerken. Druck auf das MSV-Tor konnten die spielerisch limitierten Sechziger, die vor neun Tagen schon das Punktspiel gegen den MSV mit 2:0 gewinnen konnte, kaum entwickeln. Die beste Chance war zunächst noch ein Weitschuss von Manuel Schäffler (63.). Duisburg wirkte in der Spielanlage etwas reifer, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Zu hoch war die Fehlerquote des MSV im Spielaufbau.