2008.09.23 Neuss : Rückendeckung für Rensing

Oliver Kahn hat seinem Nachfolger Michael Rensing den Rücken gestärkt. Es sei fatal, Rensing nach der 2:5 Klatsche gegen Werder Bremen infrage zu stellen.

asc
Mit breiter Brust: Michael Rensing

Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn hat seinen Nachfolger Michael Rensing nach der 2:5-Pleite des deutschen Meisters Bayern München gegen Werder Bremen in Schutz genommen. "Ich habe immer gesagt: Wenn man auf junge Spieler baut, dann muss man halt auch manchmal die eine oder andere Holperstrecke in Kauf nehmen. Es wäre deshalb auch fatal, Rensing nun infrage zu stellen", sagte Kahn der Bild-Zeitung (Dienstag-Ausgabe).

Der 39-Jährige erinnerte auch an seine schwierige Anfangszeit beim FC Bayern. "Meine erste Saison (1994/95, d. Red.) war eine Katastrophe bis hin zum Kreuzbandriss. Da war bei mir längst nicht alles Gold, ganz im Gegenteil. Und damals riefen die Leute nach meinem Vorgänger Raimond Aumann", erklärte Kahn und riet Rensing, "sich nicht zu viele Gedanken zu machen". Er selbst habe nach solchen Niederlagen "zwei, drei Tage noch mehr trainiert, den ganzen Ärger und Frust rausgearbeitet".

Klinsmann und Maier sind von Rensing überzeugt

Auch Trainer Jürgen Klinsmann betonte vor dem Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Mittwoch (20.30 Uhr/live in der ARD) nochmals, Rensing solle sich "überhaupt keine Gedanken machen", zumal: "Er hat die Unterstützung der ganzen Truppe." Klinsmann ergänzte am Dienstag, dass der FC Bayern "genauso Spieler entwickeln muss, wie jeder andere Klub auch". Dazu gehöre im Falle von Rensing, "solche Spiele durchzumachen und wegzustecken".

Auch Torwart-Ikone Sepp Maier ist von Rensing weiter überzeugt. "Man muss ihm die Zeit geben. Michael hat das Talent. Aber ihm fehlt selbstverständlich noch die Erfahrung. Ich kann alle nur auffordern: Lasst Michael in Ruhe, der packt das", sagte der frühere Torwarttrainer der Münchner und der Nationalmannschaft der Münchner AZ.