2008.09.24 Neuss : BVB darf nach Zittersieg durchatmen

Nach den Pleiten gegen Udine und Hoffenheim hat Borussia Dortmund zumindest im Pokal ein Erfolgserlebnis verbucht. Der BVB bezwang Hertha BSC mit 2:1 (1:1/1:1) nach Verlängerung.

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Kaka (l.) und Alexander Frei steigen zum Kopfball hoch

Borussia Dortmund hat den drohenden Sturz in eine tiefe sportliche Krise zumindest vorerst abgewendet. Nach zuletzt drei Pflichtspielen ohne Sieg und schwachen Vorstellungen zogen die Westfalen mit einem allerdings glanzlosen 2:1 (1:1/1:1) nach Verlängerung gegen Hertha BSC Berlin ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein, während für die Gäste wie im Vorjahr die zweite Runde Endstation bedeutete.

Für den Pokalfinalisten des letzten Wettbewerbs erzielte Alexander Frei (7./Foulelfmeter) die frühe 1:0-Führung, die jedoch Marko Pantelic (22.) ausglich. Der vier Minuten zuvor eingewechselte Diego Klimowicz sorgte in der 103. Minute für die Entscheidung.

Mit einem aggressiven Pressing von der ersten Minute an war die Borussia vor 30.012 Zuschauern um Wiedergutmachung für die 0: 2-Heimpleite im UEFA-Pokal gegen Udinese Calcio und die 1:4-Blamage in der Bundesliga am vergangenen Sonntag beim Neuling 1899 Hoffenheim bemüht.

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp, die auf insgesamt sechs verletzte Akteure verzichten musste, erspielte sich in der Anfangsphase vielversprechende Möglichkeiten. Nachdem zunächst Robert Kovac freistehend die Führung verpasst hatte, verwandelte Frei in seinem ersten Einsatz in der Anfangsformation seit vier Monaten einen Foulelfmeter nach einer Attacke von Kaka an Nelson Valdez zum 1:0.

Statt Selbstbewusstsein machte sich beim BVB erneut Verunsicherung breit. Die Berliner, die zuvor aus einer verstärkten Abwehr agierten, kamen in der Folge besser ins Spiel und durch Pantelic nach einem katastrophalen Fehler von Neven Subotic zum Ausgleich. Wenig später ließ Andrej Woronin einen erneuten Patzer von Subotic ungenutzt und traf nur die Latte (36.).

Bei beiden Mannschaften lief nicht viel zusammen. Flüssige Kombinationen und auch Torchancen blieben Mangelware. Die größten Möglichkeiten nach dem Wechsel vergaben Raffael und Maximilian Nicu, die jeweils an BVB-Torhüter Roman Weidenfeller scheiterten. Auf der Gegenseite ließ zumindest Frei Torgefährlichkeit aufblitzen, doch zweimal fehlte dem Schweizer Nationalspieler das Quäntchen Glück zum Führungstreffer.