2008.09.24 Neuss : KSC nimmt die Hürde Offenbach

Nach einem 2:0 (1:0) bei Drittligist Kickers Offenbach steht der Karlsruher SC im Achtelfinale des DFB-Pokals. Alexander Iaschwili und Massimilian Porcello hießen die Torschützen.

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KSC-Coach Edmund Becker

Bundesligist Karlsruher SC hat seine sportliche Talfahrt beendet und ist zum ersten Mal seit acht Jahren wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Badener gewannen nach zuletzt drei Bundesliga-Niederlagen in Folge bei Drittligist Kickers Offenbach verdient mit 2:0 (1:0) und dürfen sich durch den Einzug in die Runde der letzten 16 über zusätzliche Einnahmen in Höhe von 454.000 Euro freuen.

Vor 8189 Zuschauern auf dem altehrwürdigen Bieberer Berg sorgte Außenstürmer Alexander Iaschwili mit einem Schuss aus halblinker Position kurz vor der Halbzeit für die Führung der Gäste (45.). Massimilian Porcello erhöhte nach Vorlage von Christian Eichner in der 58. Minute auf 2:0.

Die Karlsruher, die sowohl 2002 als auch 2005 im DFB-Pokal frühzeitig an den Kickers gescheitert waren, setzten den OFC zwar zu Beginn unter Druck, scheiterten aber zunächst an ihrer mangelhaften Chancenverwertung. Vor allem Sebastian Freis hatte schon vor dem Treffer von Iaschwili zwei große Möglichkeiten. Doch der Angreifer scheiterte jeweils am gut aufgelegten Kickers-Keeper Robert Wulnikowski (4./31.). Zudem verfehlte Antonio da Silva mit einem Freistoß knapp das Tor der Gastgeber (7.).

Doch nach dem anfänglichen Angriffswirbel und bis zum 1:0 für den KSC Sekunden vor der Pause war kaum mehr ein Klassenunterschied zu erkennen. Die nach dem 2:1 gegen Carl Zeiss Jena äußerst selbstbewussten Offenbacher schalteten schnell von Abwehr auf Angriff um und erarbeiteten sich ebenfalls zahlreiche Chancen.

Zunächst parierte KSC-Torwart Markus Miller zweimal gegen den starken OFC-Angreifer Tufan Tosunoglu (11./12.), dann lief Benjamin Baier völlig frei auf das Gäste-Tor zu, brachte den Ball aber nicht am Karlsruher Schlussmann vorbei (32.). Direkt nach dem Gegentreffer tauchte Baier dann erneut im Strafraum auf, doch der 20-Jährige schoss unbedrängt über das Karlsruher Tor (45+1).

Nach dem Seitenwechsel musste der KSC zunächst einen personellen Rückschlag verkraften. Kapitän Maik Franz musste wegen einer Adduktorenverletzung in der Kabine bleiben. Davon ließ sich die Becker-Elf, die nach dem 2:0 durch Porcello zunehmend an Sicherheit gewann, aber nicht beeindrucken. Auf der anderen Seite scheiterte Tosunoglu erneut an Miller (83.).