2008.09.26 Neuss : Milan-Torhüter Abbiati Faschismus-Sympathisant

Torhüter Christian Abbiati vom italienischen Erstligisten AC Mailand hat seine Sympathie für den Faschismus zugegeben. Er ist damit ein weiterer Name auf einer traurigen Liste.

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Christian Abbiati

Christian Abbiati vom italienischen Erstligisten AC Mailand hat sich als Faschismus-Sympathisant geoutet. In einem Interview mit Sportsweek, dem am Samstag erscheinenden Magazin der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport erklärte der 31 Jahre alte Torhüter: "Ich schäme mich nicht, meine politischen Überzeugungen zu zeigen. Ich teile mit dem Faschismus Ideale wie das Vaterland und die Werte der katholischen Religion. Vom Faschismus verwerfe ich die Rassengesetzte, die Allianz mit Hitler und den Einzug in den Krieg. Ich bewundere die Fähigkeit des Faschismus, den Bürgern Ordnung und Sicherheit zu garantieren."

Der Torwart ist nicht der einzige bekannte italienische Fußballer, der Faschismus-Nostalgiker ist. Der Ex-Star von Lazio Rom, Paolo Di Canio, war in den Meisterschaftsspielen gegen Livorno und Juventus im Dezember 2005 mit dem als faschistisches Symbol geltenden "römischen Gruß" auf seine Anhänger zugelaufen und wurde dafür jeweils zu einer Sperre von einem Spiel und einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.

Auch Nationaltorhüter Gianluigi Buffon ist unter Beschuss geraten. Im Jahr 2000, als er beim AC Parma spielte, zeigte er ein T-Shirt mit dem faschistischen Spruch "Boia chi molla" (Gehenkt sei, wer aufgibt). Deswegen wurde er vor die Disziplinarkommission des Sportverbands zitiert. Nach dem Sieg Italiens bei der WM 2006 in Deutschland zeigte er das Spruchband eines Tifoso mit einem keltischen Kreuz und der Aussage: "Stolz, Italiener zu sein".