2008.09.28 Neuss : Van Nistelrooy trifft, Real Madrid gewinnt

Dank Ruud van Nistelrooy hat Real Madrid einen Last-Minute-Sieg verbucht. Zum Auftakt des 5. Spieltags der Primera Division gewannen die "Königlichen" 2:1 (1:0) bei Betis Sevilla.

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Jubel bei Ruud van Nistelrooy

Mit zwei Last-Minute-Siegen sind Spaniens Meister Real Madrid und der FC Barcelona in der Primera Division in der Erfolgsspur geblieben. Der von Bernd Schuster trainierte Titelverteidiger gewann dank Ruud van Nistelrooys Treffer in der 90. Minute mit 2:1 bei Betis Sevilla, während "Barca" einen 2:1-Erfolg im brisanten Derby beim Stadtrivalen Espanyol feierte.

Die "Königlichen" hefteten sich durch den vierten Saisonsieg und mit zwölf Punkten an die Fersen von Tabellenführer FC Valencia, der angeführt von Doppeltorschütz David Villa Deportivo La Coruna 4:2 bezwang, und dessen Verfolger FC Villarreal (beide 13 Zähler), der sich durch einen Treffer von Giuseppe Rossi (64.) 1:0 bei Sporting Gijon durchsetzte. Barcelona folgt mit zehn Zählern auf Platz vier.

"Wir haben den Sieg verdient. Wir haben von der ersten Minute daran geglaubt und hart dafür geabeitet. Auch wenn wir in Unterzahl leiden mussten", sagte Real-Coach Schuster. Die Mannschaft des "Blonden Engels", bei der der deutsche Nationalspieler Christoph Metzelder nur auf der Bank saß, war zunächst durch Gabriel Heinze (19.) in Führung gegangen. Doch nach einer mit einer Roten Karte bestraften Notbremse von Marcelo (52.) verwandelte Sergio Garcia den fälligen Foulelfmeter (54.) im Nachschuss zum Ausgleich. In der 81. Minute musste Garcia wegen einer Gelb-Roten Karte vom Platz.

Vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag bei UEFA-Cup-Gewinner Zenit St. Petersburg (18.30 Uhr/live bei Premiere) verwies Schuster auf die Moral seines Teams: "Ich glaube immer daran, dass meine Mannschaft auch in schwierigen Spielsituationen gewinnen kann. Die Spieler wussten nach dem Elfmeter genau, was zu tun ist." Auch die Sportzeitung AS schrieb: "Man kann Reals Spiel in Frage stellen, aber nicht den Siegeswillen und Glaube."

Der FC Barcelona setzte sich dagegen mit Glück im "Skandal-Derby" (Marca) durch. Dabei erzielte der Argentinier Lionel Messi den Siegtreffer für das Team von Coach Josep Guardiola durch einen fragwürdigen Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Zuvor hatte Frankreichs Starstürmer Thierry Henry in der 76. Minute die Führung der Gastgeber durch Coro (20.) ausgeglichen.

"Am Ende hatten wir das Glück, das uns während des restlichen Spiels gefehlt hat. Von der Bank aus habe ich keinen Elfmeter gesehen", erklärte der faire Gewinner Guardiola.

Überschattet wurde das Derby von Ausschreitungen, wegen der die Partie für zehn Minuten unterbrochen worden war. Hooligans hatten bengalische Feuer geworfen, ein Sicherheitstor geöffnet und versucht, auf den Rasen zu stürmen. Erst nach dem Eingreifen von Sicherheitspersonal konnte das Spiel fortgesetzt werden. "Das ist dumm. Ich hoffe so etwas passiert nie wieder", erklärte Guardiola.