2008.10.03 Neuss : Gedopter Rufus kostet Pessoa viereinhalb Monate

Nach der positiven Dopingprobe bei seinem Pferd Rufus bei den Olympischen Reiterspielen ist der Brasilianer Rodrigo Pessoa für viereinhalb Monate gesperrt worden.

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Rodrigo Pessoa in Hongkong

Der brasilianische Springreiter Rodrigo Pessoa ist vom Tribunal des Reiter-Weltverbandes FEI in Lausanne zu einer Sperre von viereinhalb Monaten verurteilt worden. Pessoas Wallach Rufus war bei den Olympischen Spielen in Hongkong positiv auf das Pseudo-Capsaicin Nonivamid getestet worden. Der Reiter war ab dem 29. August suspendiert worden und darf seither nicht mehr bei internationalen Turnieren starten. Die Sperre endet nach der Entscheidung des FEI-Tribunals am 10. Januar.

Das Tribunal stufte den Fall als Medikation der Stufe A ein, nicht als Doping. Pessoas fünfter Platz von Peking wird gestrichen. Der Olympiasieger des Jahres 2004 kann innerhalb von 30 Tagen beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne Widerspruch gegen das Urteil einlegen. Pessoa-Anwalt Dr. Ulf Walz (Basel) erklärte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei, ob dieser Weg beschritten werde.

Vor Pessoa waren bereits Christian Ahlmann (Marl), Tony Andre Hansen (Norwegen), Bernardo Alves (Brasilien) und Denis Lynch (Irland) in Hongkong suspendiert worden, nachdem bei ihren Pferden Cöster, Camiro, Chupa Chup und Lantinus das Alkaloid Capsaicin in der A-Probe nachgewiesen wurde. Die B-Probe bestätigte die Ergebnisse. Seither sind auch diese vier Reiter gesperrt.

Im Fall Ahlmanns sind weitere Ermittlungen nötig. So sollen noch Zeugen gehört und weitere Unterlagen ausgewertet werden. Sollte eine zweite Anhörung nötig werden, wird diese um den 13. Oktober stattfinden. Ein Urteil soll dann im Anschluss möglichst rasch gesprochen werden.