2008.10.08 Neuss : "Club"-Präsident Roth zeigt sich kompromissbereit

Zweitligist 1. FC Nürnberg will einem Vergleich mit seinem Ex-Trainer Hans Meyer nur zustimmen, wenn der "im bescheidenen Rahmen" bleibt. Das erklärte Präsident Michael A. Roth.

tr
Der Präsident des 1. FC Nürnberg Michael A. Roth

Zweitligist 1. FC Nürnberg will einem Vergleich mit seinem vor acht Monaten gefeuerten Trainer Hans Meyer nur unter bestimmten Bedingungen zustimmen. Präsident Michael A. Roth erklärte im Umfeld der Mitgliederversammlung des krisengeschüttelten Traditionsvereins, dass die fällige Summe "im bescheidenen Rahmen" bleiben solle.

Meyer klagt auf Lohnfortzahlung, insgesamt könnten dem Club dadurch Kosten bis zu 1,7 Millionen Euro entstehen. Ein erster Gütetermin im Dauerstreit war Mitte September vor dem Arbeitsgericht Nürnberg gescheitert.

"Wir sind einem Vergleich grundsätzlich nicht abgeneigt und wissen, dass noch keiner mit einem feuchten Händedruck alleine gegangen ist", erklärte Roth: "Dann Klappe runter und vergessen." Nürnberg hat sich bereits auf eine saftige Nachzahlung eingestellt. "Als vorsichtiger Kaufmann bildet man für so etwas natürlich Rücklagen", sagte Nürnbergs Geschäftsführer Ralf Woy.

Laut Meyer ist noch von keiner Seite eine Kündigung seines ursprünglich bis Mitte 2009 laufenden Vertrages erfolgt. Der FCN dagegen behauptet, dass Meyer erklärt habe, nie wieder in der 2. Liga arbeiten zu wollen. Der 65-Jährige hatte den neunmaligen deutschen Meister nach seiner Verpflichtung Ende 2005 zum Bundesliga-Klassenerhalt geführt und mit dem DFB-Pokalsieg 2007 für den ersten Titel seit fast 40 Jahren gesorgt.

Im vergangenen Geschäftsjahr schrieb Nürnberg einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro.