2008.10.14 Neuss : Bierhoff verteidigt Löws Linie im Fall Kuranyi

Oliver Bierhoff hat in der Affäre Kevin Kuranyi Kritik an Schalkes Manager Andreas Müller geübt. Außerdem verteidigte er Löws Entscheidung. Ballack-Streit für ihn kein Thema mehr.

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Oliver Bierhoff zeigt kein Verständnis für die Aussagen von Andreas Müller

Im Fall Kevin Kuranyi hat Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff die harte Linie von Bundestrainer Joachim Löw noch einmal verteidigt und Schalkes Manager Andreas Müller kritisiert. "Ich habe nicht ganz so viel Verständnis für die Aussagen von Andreas Müller, auch wenn ich verstehe, dass ein Manager seinen Spieler schützen will. Aber es ist unstrittig, dass das Verhalten von Kevin nicht zu tolerieren ist", sagte Bierhoff vor dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch (20.45 Uhr/live im ZDF) in Mönchengladbach gegen Wales.

Gleichzeitig machte auch Bierhoff noch einmal deutlich, dass es für den 26 Jahre alten Kuranyi in der Amtszeit Löw kein Zurück mehr gibt. "Sicher kann man die Verärgerung und Enttäuschung von Kevin verstehen. Man hat gesehen, dass ihm das menschlich nahe gegangen ist. Man darf ihn auch nicht ein Leben lang dafür verdammen. Aber die Art und Weise war nicht richtig. Wir tragen alle diese Entscheidung, an der wir hundertprozentig festhalten werden", sagte der DFB-Manager.

Kuranyi selbst hofft nach seinem Rauswurf offenbar auf eine Rückkehr. Schon am Montag wollte er ein Comeback nicht kategorisch ausschließen. "Das ist Zukunftsmusik. Ich will Leistung bringen. Das müssen dann andere entscheiden", sagte der 52-malige Nationalspieler, um in der Bild-Zeitung (Dienstag-Ausgabe) nachzulegen: "Es ist kein Abschied für immer. Das hoffe ich zumindest."

Derweil verdeutlichte Bierhoff, dass der Disput zwischen ihm und Kapitän Michael Ballack endgültig beigelegt sei. "Wir waren jetzt länger zusammen und haben auch zusammen trainiert. Ich bin froh, dass das Thema erledigt ist. Es ist wichtig, dass Michael erfolgreich mit einem Tor zurückgekehrt ist, damit keine weiteren Diskussionen entstehen", sagte Bierhoff.