2008.10.15 Neuss : DFB und Schalke wollen Gespräch suchen

Nach den verbalen Scharmützeln zwischen der sportlichen Leitung des DFB und Schalke 04 infolge des Rauswurfs von Kevin Kuranyi aus der Nationalelf glätten sich die Wogen.

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Nur noch im Schalke-Trikot: Kevin Kuranyi

Nach dem Rauswurf von Angreifer Kevin Kuranyi aus der Nationalmannschaft bewegen sich die sportliche Leitung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Bundesligist Schalke 04 wieder aufeinander zu. Nach Angaben der Bild-Zeitung will Schalke-Manager Andreas Müller, der vor allem Joachim Löw wegen dessen Umgang mit Kuranyi kritisiert hatte, in den kommenden Tagen das Gespräch mit dem Bundestrainer und Teammanager Oliver Bierhoff suchen.

"Ich glaube nicht, dass sich das Verhältnis zwischen Schalke und dem DFB jetzt verschlechtert. Aber ich werde den Standpunkt Schalkes ganz klar darstellen", sagte Müller. Löw kündigte in dem Blatt seinerseits an, dass er selbst noch einmal mit Kuranyi reden wolle. "Ich werde ihn in nächster Zeit mal kontaktieren. Er weiß, dass er den falschen Weg gewählt hat. Aber an meiner Entscheidung, ihn nicht mehr zu nominieren, ändert sich nichts."

Der Schalker Stürmer hatte wegen seiner Nichtberücksichtigung für den 18er-Kader der DFB-Auswahl im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland (2:1) am vergangenen Samstag in Dortmund in der Halbzeitpause das Stadion verlassen und war nicht am Mannschaftbus erschienen.

Nachdem er sich bis Sonntagmittag nicht bei der Löw oder Bierhoff gemeldet hatte, warf der Bundestrainer den 26-Jährigen aus der Nationalmannschaft. Erst am Sonntagabend hatte sich der 52-malige Nationalspieler in einem Telefonat bei Löw für sein Verhalten entschuldigt.