2008.10.16 Neuss : Ein Dutzend Dopingproben stehen unter Verdacht

Nach Aussagen des IOC-Direktors Patrick Schamasch sind ein Dutzend Dopingproben der Olympischen Spiele von Peking stark verdächtig. Sie sollen jetzt nachuntersucht werden.

jbe
Ein Dutzend Dopingproben von den Pekinger Spielen sind stark verdächtig

Ein Dutzend Dopingproben der Olympischen Spiele in Peking wiesen auf das Vorhandensein verbotener Substanzen hin, konnten aber nach den Richtlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nicht als positiv gewertet werden. Das sagte Patrick Schamasch, Medizinischer Direktor des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Nachrichtenagentur AFP. Es seien Proben, die nachgetestet würden, wenn jetzt auf Insulin und das neue Epo-Mittel Cera noch einmal neu untersucht wird.

Eine Gruppe von zwölf internationalen WADA-Beobachtern hatte dem IOC am Wochenende in einem Bericht Versäumnisse beim Anti-Doping-Kampf vorgehalten. So seien 100 zweifelhafte Testosteron-Werte und 40 weitere bedenkliche Werte nicht als auffällig gemeldet worden. Außerdem wurde kritisiert, dass 102 der 205 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) ihre Meldepflichten verletzt hätten. Sie gaben die Aufenthaltsorte ihrer Athleten nicht an, wodurch unangekündigte Kontrollen schwierig waren. Außerdem fehlten zu 300 von 4770 Dopingproben in Peking Unterlagen.

Alle Kritikpunkte rechtfertigten aber keine Zweifel an den Testergebnissen von Olympia, hieß es in dem 50-seitigen Bericht.