2008.10.17 Neuss : Wirbel in Berlin um suspendierten Pantelic

Trainer Lucien Favre hat Marko Pantelic für das Heimspiel der Hertha gegen Stuttgart suspendiert. Damit reagierte der Klub auf dessen unentschuldigtes Fernbleiben beim Training.

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Wirbel um Marko Pantelic

Wirbel um Marko Pantelic bei Hertha BSC Berlin: Trainer Lucien Favre hat den 30 Jahre alten Torjäger für das Heimspiel der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen den VfB Stuttgart suspendiert. Am Sonntag darf der Serbe erst wieder am Training teilnehmen. Zudem soll Pantelic eine Geldstrafe in noch unbekannter Höhe zahlen. Das bestätigte Herthas Sprecher Hans-Georg Felder.

Unentschuldigtes Fernbleiben beim Training

Damit reagierte der Klub auf das unentschuldigte Fernbleiben von Pantelic beim Training am Donnerstag. Trainer Lucien Favre hatte dem Spieler die Entscheidung am Freitagmorgen mitgeteilt, zum anschließenden Training war der Serbe schon gar nicht mehr erschienen. Pantelic entschuldigte sich daraufhin beim Verein.

Der Stürmer hatte am Donnerstag für Ärger gesorgt, als er nach seinem Einsatz für die serbische Nationalmannschaft nicht wie abgesprochen zum Nachmittagstraining um 15.30 Uhr auf dem Hertha-Gelände erschienen war. Der Torjäger hatte sich zuvor beim Physiotherapeuten Thomas Sennewald behandeln lassen und fuhr dann nach Hause. Dort habe er geschlafen und konnte die Anrufe auf seinem Handy nicht hören, sagte der Serbe. Stundenlang galt er als verschollen, ehe sich die Situation am Abend aufklärte.

Trainer Favre ist angesichts der erneuten Disziplinlosigkeit seines Stürmers der Kragen geplatzt. Zuletzt hatte sich Pantelic, der es in der Bundesliga bislang auf 40 Treffer gebracht hat, den Ärger seines Coaches zugezogen, als er am 13. September im Spiel gegen den VfL Wolfsburg einen Elfmeter verschossen hatte, obwohl er als Schütze nicht vorgesehen war.

Schon in der vergangenen Saison hatte die "launische Diva" Pantelic immer wieder für Aufregung gesorgt. So kritisierte er offen die medizinische Abteilung des Klubs. Zudem sorgten die Verhandlungen über seine Vertragsverlängerung, die bis heute noch nicht beendet sind, für ständigen Gesprächsstoff. Während Manager Dieter Hoeneß als Befürworter einer weiteren Zusammenarbeit über das Jahr 2009 galt, sperrte sich Favre gegen eine vorschnelle Entscheidung. Die Extratouren des Angreifers sind Disziplin-Fanatiker Favre ein Dorn im Auge.